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Mönchengladbach
Schüler entwerfen ein Denkmal für Hugo Junkers

Mönchengladbach. Angehenden Abiturienten des Rheydter Gymnasiums haben Entwürfe gefertigt. Die Politik prüft die Umsetzbarkeit. Von Christian Lingen

Im Technikmuseum Dessau, der dortigen Kaserne und im ehemaligen Gasgerätewerk der Stadt Dessau stehen Büsten, die Hugo Junkers zeigen. Auf einem ehemaligen Flugplatz in Dessau erinnert eine Stele an der Rheydter Luftfahrtpionier. In Mönchengladbach sind eine Straße, ein Hangar und eine Schule nach ihm benannt. Aber ein Denkmal? Das sucht man in der Stadt vergebens. Dieser Zustand soll sich nun bald ändern, jedenfalls wenn es nach 20 angehenden Abiturienten des Hugo-Junkers-Gymnasiums geht. Sie haben Modelle entworfen, wie ein solches Denkmal aussehen und wo es stehen könnte. Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann verspricht, dass sich die Politik mit dem Thema befassen werde.

"Die Ergebnisse sind sehr schön geworden. Ein Denkmal für Hugo Junkers wäre wirklich toll. Bei der Finanzlage der Stadt ist es aber schwer zu finanzieren. Das ginge nur mit einem Sponsor. Und man muss natürlich einen passenden Ort für das Denkmal finden", sagt Gersmann. Den Schülern des Gymnasiums schweben bereits einige Standorte vor. Das könnte zum Beispiel der Hugo-Junkers-Park sein, der Stadtwald, die Hauptstraße oder die Wiese neben dem Hangar.

"Wir haben uns nun zwei Jahre intensiv mit Hugo Junkers beschäftigt. Die Ergebnisse flossen nun in die Entwürfe ein", erzählt Kunstlehrer Stephan Merschieve. Am Ende des Projekts standen 20 Modelle. Zu sehen gibt es sie bislang nur in eine Vitrine in der Schule. "Wir würden sie gerne in einer richtigen Ausstellung zeigen. Vielleicht ist das ja bei der Sparkasse in Rheydt machbar", überlegt Schulleiter Wolfgang Bremges. Barbara Gersmann schlägt das Rathaus als Ausstellungsort vor.

Eines der Modelle stammt von Meltem Colakoglu. Sie hat eine Seilbahn für einen Spielplatz entworfen. "Ich wollte die Themen Kinder, Soziales und Hugo Junkers verbinden. Ein guter Standort wäre der Stadtwald", sagt die Schülerin. Die Gondel der Seilbahn hat daher die Form eines Flugzeuges. Eine Statue aus Bronzedraht ist der Entwurf von Anna Rackow. "Die Figur soll ein Ikarus sein, der verschlungen ist. Junkers hat ja mehr gemacht als Flugzeuge zu bauen, deshalb habe ich den Kupferdraht verwendet. Er kam zum Beispiel in seinen Geräten zum Einsatz", erklärt sie. Ihre Klassenkameradin Sarah Kona hat ein Luftdenkmal entworfen. "Es zeigt die verschiedenen Luftlinien, die von seinen Flugzeugen genutzt wurden. Kleine Knoten symbolisieren wichtige Städte. Ich fände es schön, wenn das Denkmal aus Edelstahl gefertigt würde", sagt Sarah Kona.

Der erste Schritt zu einem echten Denkmal ist getan. Nun hoffen die Schüler auf die Politik, damit einer der Entwürfe realisiert wird.

Quelle: RP
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