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Mönchengladbach
Schüler lernten bei Show-Profis

Mönchengladbach. Die fabelhaften "Young Americans" sorgten in der Jahnhalle für Begeisterung. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Amerika zu Gast in Mönchengladbach. Die Jahnhalle scheint in eine Highschool-Aula verwandelt. Junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren tanzen, singen, steppen, klatschen, allein, zu zweit, in der Gruppe. Mit minimalen Mitteln ist eine Bühne aufgebaut, Lichttechnik verwandelt die Halle, Livemusik erfüllt sie bis in die letzten Winkel.

42 junge zukünftige Musical-, Tanz- und Gesangstalente aus der ganzen Welt, die sich in der 1962 gegründeten Organisation "Young Americans" zusammengefunden haben, scheinen einfach nie Luft holen zu müssen. Sie bewegen sich mit einer atemberaubenden Kraft und Energie und erfüllen die Halle mit ihrer Performance. Wie ansteckend sind ihre Lebensfreude und ihr Strahlen! Song folgt auf Song, da gibt's keine Pausen, mit verblüffendem Tempo wechseln die Gruppierungen, die Kostüme.

Aber das ist erst der Anfang des Abends, an dessen Ende Hans-Josef Seng, 1. Konrektor der Realschule Volksgarten, sagen wird: "Das war der Höhepunkt meiner Lehrerkarriere!" Und er fragt seine Kollegen mit einem Augenzwinkern. "Habt ihr gesehen, was man in zwei Tagen lernen kann?"

Denn die jungen Musical-, Tanz- und Gesangstalente haben in einem zweitägigen Workshop mit fast 400 Schülerinnen und Schülern der Realschule eine Show einstudiert, die den zweiten Teil des Abends ausmachte.

Der Workshop war eine Pflichtveranstaltung für die Schülerinnen und Schüler. Anfangs, so berichtet Rektorin Martina Hirschler, war die Begeisterung bei ihnen gedämpft. Aber es vergingen nur zehn Minuten der Begegnung mit den mitreißenden Amerikanern und die Realschüler waren drin im Projekt. In kurzer Zeit gelang es den Young Americans, mit den Schülern eine Show einzustudieren, die sich sehen lassen konnte. Kleine Gesangs- und Tanzsoli wurden gewagt, in der großen Gruppe gesungen, getanzt und geklatscht. Mit jeder Minute fiel die Anspannung von den Schülern ab, sie wurden lockerer und sicherer. Die Young Americans mischten sich unter die Schüler und konnten so unauffällig Anweisungen geben.

Hans-Josef Seng hatte das Projekt entdeckt und dem Kollegium vorgestellt. Die Young Americans touren durch die Welt und geben Workshops in Schulen. Die anfallenden Kosten wurden von der Sparkasse Mönchengladbach und anderen Sponsoren großzügig unterstützt.

Freie Termine der Young Americans ab Herbst 2018 finden sich auf der Homepage: youngamericans.eu

Quelle: RP
 
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