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Mönchengladbach
Schützenhilfe zur Rettung der königlichen Residenz

Mönchengladbach. Ein Paradebeispiel an Gemeinschaftssinn erlebte die St.-Antonius-Sebastianus-Bruderschaft Wanlo 1400, noch ehe die traditionellen Prunkfeierlichkeiten zum diesjährigen Schützenfest begonnen hatten. Ein Lastwagenfahrer hatte die prächtige Residenz in Form eines Schiffes mit Leuchtturm von König Jochen Hermanns in der Nacht zu Christi Himmelfahrt zum Einsturz gebracht. Damit schien eine wochenlange Arbeit vorerst zunichtegemacht. Von Angela Wilms-Adrians

Doch innerhalb von Minuten sammelten sich an der Unglücksstelle viele Wanloer, um mit ihren individuellen Talenten den Schaden innerhalb von Stunden zu beheben. "Das macht einen schon stolz, wenn man so viel Unterstützung erfährt", sagte Hermanns. Entsprechend gestärkt vom Gemeinschaftssinn der Wanloer Schützen, genoss der Schützenkönig mit seinen Ministern Michael Bihn und Jürgen Hermanns sowie Gefolge die Parade.

Jeanette Katz marschierte zum zweiten Mal als Jungkönigin mit und hofft, im kommenden Jahr die Ehre einer Jungkaiserin zu erlangen. Schülerprinz Felix Sörgel wurde von seinen Rittern Jan-Philipp Glatzel und Leonie Sörgel begleitet. Die Schützen hatten bei der Parade wieder einmal ihre Vorliebe für viele Farben gezeigt. So präsentierten sich die Gruppen in grünen, blauen, roten, violetten und weißen Uniformen. Die Schützen-Damen, die sich in Anlehnung an den Schutzpatron "Antonias" nennen, wählten für jeden Tag andere Farbtöne, um im jeweils einheitlichen Look Zusammengehörigkeit zu dokumentieren.

Für die Husaren waren die diesjährigen Paraden die letzten. Im Jubiläumsjahr beenden sie im 45. Jahr des Bestehens aus Altersgründen ihre aktive Zeit. "Der Zug hat neunmal den Schützenkönig und die Schützenkönigin gestellt, und sie alle sind hochdekoriert", lobte Thomas Blumenhoven, zweiter Brudermeister, anerkennend die Senioren. Blumenhovens persönlicher Höhepunkt des Schützenfestes ist Jahr für Jahr der Festumzug durch den Ort, wenn auch Gruppen aus den Nachbarschaften Wickrath und Hochneukirch dazu kommen.

Doch in diesem Jahr war er besonders gerührt vom schnellen Einsatz, als die Königsresidenz in Gefahr war.

Quelle: RP
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