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Mönchengladbach
Sie versuchen es mit dem Minto - und ohne das Minto

Mönchengladbach: Sie versuchen es mit dem Minto - und ohne das Minto
Andreas Tursky und Vera Magon in ihrem Geschäft an der oberen Hindenburgstraße. Es wird in Kürze umgebaut, zusätzlich wird es eine Dependance im Minto geben. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Wenn in knapp drei Wochen das neue Einkaufszentrum Minto eröffnet, könnte es in der Gladbacher Innenstadt ziemlich leer werden: Viele Einzelhändler geben ihre Geschäfte in der Einkaufsstraße auf und ziehen stattdessen ins Minto. Einige, wie das Tee-Geschäft "Teelikatesse", wollen sich mit einer Doppel-Strategie absichern: Sie eröffnen im Minto - und behalten gleichzeitig ihren alten Laden an der Hindenburgstraße. Von Jan Schnettler

New Yorker, McPaper, Saturn, Idee Creativmarkt, Ulla Popken, Gamestop, Hunkemöller - die meisten der verbliebenen Frequenzbringer sind demnächst im Minto zu finden, es droht noch mehr Leerstand als ohnehin bereits.

Vera Magon und Andreas Tursky von "Teelikatesse" haben sich für einen anderen Weg entschieden: Ja, auch sie eröffnen einen Laden im Einkaufszentrum - behalten aber auch ihren bisherigen an der Hindenburgstraße 37. "Die Lage hier oben ist eigentlich wunderbar", sagt Inhaberin Magon und blickt in die lichtdurchflutete Krichelstraße. "Nirgends sonst auf der Hindenburgstraße hat man so viel Sonne."

Diese Geschäfte ziehen ins Minto FOTO: Jüngermann

Die beiden wollen die zwei Läden grundlegend unterschiedlich aufstellen - und hoffen darauf, dass die Kunden a) das goutieren und b) überhaupt noch den Berg hochlaufen werden. "Im Minto treten wir mit Tee unserer Handelspartners Ronnefeldt, englischem Porzellan und ein wenig Süßwaren an", sagt Magon. Und das bisherige Ladenlokal wird sich mehr in Richtung gemütlicher Ausschank entwickeln - mit rund 50 Sitzplätzen im Innenraum und fünf draußen vor dem Schaufenster. Es wird Torten geben. "Das Angebot soll ein Alleinstellungsmerkmal werden", so Tursky.

Seit zehn Jahren gibt es das Geschäft, erst an der Wall-, nun seit zwei Jahren an der Hindenburgstraße. Vorübergehend gab es eine weitere Niederlassung in Köln-Delbrück.

Mönchengladbach: Diese Shops ziehen von der Hindenburgstraße ins Minto FOTO: Raupold, Isabella (ikr)

Magon und Tursky blicken trotz aller Unwägbarkeiten optimistisch in die Zukunft. "Wir hoffen, dass sich in Mönchengladbach eine Flanierkultur entwickelt, die es in Städten wie Düsseldorf und Köln schon gibt", sagen sie. Denn in den letzten Jahren sei die Passantenfrequenz deutlich gesunken, seit das Minto gebaut wird, werde der Strom zusätzlich gebremst. Sie hoffen auch immer noch, dass eines Tages statt der schweren Busse vielleicht ein "Bimmelbähnchen" den Berg hinauffährt. "Ich würde es sogar betreiben", sagt Andreas Tursky.

In der Bilderstrecke sehen Sie, welche Geschäfte ins Minto ziehen.

Bauarbeiten der Mönchengladbach Arcaden FOTO: Inge Schnettler
Quelle: RP
 
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