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Mönchengladbach
Sieben Nationen kämpfen um von der Leyens Preis

Mönchengladbach. Die 1800 Kilometer Anfahrt über Litauen und Polen sind der erste Härtetest, für den es allerdings keine Pokale und Medaillen gibt: Eine vierköpfige Mannschaft der Nationalgarde Lettlands aus Jekabpils (Jakobstadt) hat die weiteste Anreise zum Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampf (IMM). Der älteste und bedeutendste Vielseitigkeitswettkampf der NATO findet am Samstag zum 34. Mal statt. Vorbereitet wird er traditionell von freiwilligen Reservisten der Region. Von Helmut Michelis

Der IMM gilt als Treffen der Nationen: Teilnehmer aus 21 Staaten waren bisher dabei, darunter sogar aus Neuseeland und der Mongolei. Viele Wettkämpfer kommen als "Stammgäste" bereits seit Jahrzehnten nach Gladbach. Als erste haben sich diesmal acht britische Luftwaffenreservisten aus Brize Norton bei Oxford angemeldet. "Sieben Nationen sind am Samstag am Start", berichtet Oberleutnant der Reserve, Markus Stops (37), der Leitende des IMM, der im Zivilberuf als Produktionsleiter in einem mittelständigen Unternehmen für Stromversorgungssysteme tätig ist. "Wir freuen uns sehr, dass sich erstmals auch ein Team aus Drammen in Norwegen angemeldet hat."

Viel Vorbereitung liegt wieder hinter den Reservisten: Neu ist diesmal ein Patrouillenparcours in einem Waldstück; bekannte Schwerpunktstationen sind unter anderem das Schlauchbootfahren, ein Pistolenschießen, das sicherheitspolitische Quiz und eine Rettungsaufgabe. "Köpfchen, Kraft und Kondition werden wieder gleichermaßen gefordert", verspricht Stops. "Viel wichtiger als Siegerpreise und Urkunden ist uns allen aber, dass wir mit dem IMM Brücken bauen zwischen den Nationen."

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat nicht nur erneut den großen Zinnteller mit Bundesadler und gravierter Unterschrift gestiftet, sondern lobt auch die Veranstalter, Mitglieder der Reservistenverbands-Kreisgruppe Niederrhein unter dem Befehl des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr: "Wenn eine Sportveranstaltung mit den Olympischen Spielen verglichen wird, dann ist das ein Ritterschlag. Der Internationale Mönchengladbacher Militärwettkampf trägt deshalb mit Stolz den Spitznamen "NATO-Olympiade", schreibt sie im Grußwort. "Und ich finde, er trägt ihn zu Recht." Die Teilnehmer setzten "ein Zeichen für Weltoffenheit und Kameradschaft über die Grenzen hinweg".

"Zuschauer sind herzlich willkommen", sagt Stops. Das erste Team gehe von Rheindahlen aus bereits um 7 Uhr auf die knapp 15 Kilometer lange Strecke. "Das Schlauchbootfahren findet an der Holtmühle bei Wegberg statt, das sicherheitspolitische Quiz an der Erkelenzer Straße am Ortsausgang von Rheindahlen, und die Hindernisbahn wird bei Gripekoven aufgebaut."

Quelle: RP
 
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