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Serie Mein Erstes Auto (2)
Siegerkranz nach erstem Unfall

Serie Mein Erstes Auto (2): Siegerkranz nach erstem Unfall
Mönchengladbach. Der orange-rote Karman-Ghia war für Markus Detges immer ein Traumauto. Dennoch war es ihm nicht vergönnt, mit dem Wagen in eine gemeinsame Zukunft zu fahren. Die Trennung kam nach einem Jahr. Von Gabi Peters

Ein Zufall brachte Markus Detges mit seinem ersten Auto, einem orange-roten Karman-Ghia, zusammen. Als er 1983, mit 19 Jahren, seinen Führerschein machte, war an einen Wagenkauf noch nicht zu denken. Markus Detges hatte schon lange gespart, um die Fahrstunden bezahlen zu können. Für ein gebrauchtes Auto reichte das Geld erst einmal nicht. Und so verging ein Jahr mit Fahrerlizenz, aber ohne Auto. Dann war das nötige Geld für einen Gebrauchtwagen zusammen. "Eine damalige Kollegin hatte einen orange-roten Karman-Ghia, den ich schon immer toll fand. Zufälligerweise wollte sie ihn auch verkaufen", berichtet Markus Detges. Gesagt, getan. "Nachdem sie den Wagen durch den TÜV gebracht hatte, habe ich ihn übernommen. Keine Ahnung mehr, wie alt er war", erzählt der Gladbacher.

Doch ganz rund lief es nicht mit dem geliebten orange-roten Karman-Ghia. "Nach kurzer Zeit tauchten irgendwelche Macken auf", erzählt Detges, "was sich dann auch noch ein-, zweimal wiederholte." Markus Detges musste mehrfach in sein Auto investieren. "Da hatte ich schon das Gefühl, dass mir dieser Wagen nicht vergönnt sei", berichtet er. Zumal Detges letztes Geld für seinen Wagen ausgegeben hatte.

"Und dann kam der Schicksalstag, an dem eine höhere Instanz beschloss, mich und meinen Traumwagen zu trennen", erzählt Detges. "An einem heißen Sommertag fuhr ich nach Krefeld." An einer Kreuzung wurde er vom Sonnenlicht geblendet, und Markus Detges übersah eine rote Ampel für Linksabbieger. "Es krachte, und ich bekam zwei Punkte in Flensburg. Zum Glück blieb es beim Materialschaden", berichtet Detges. Das Foto, das er uns schickte, zeigt ihn, nachdem sein Wagen in eine Werkstatt abgeschleppt wurde, mit einem Siegerkranz, den der Besitzer mit Galgenhumor davor drapierte. "In Wirklichkeit hätte ich heulen können", sagt Markus Detges. Er konnte den Wagen nicht reparieren lassen, da die Ersatzteile für ihn damals viel zu teuer gewesen wären.

Markus Detges: "Und so trennten sich die Wege von meinem Traumauto und mir nach nur einem knappen Jahr. Es war uns nicht vergönnt in eine gemeinsame Zukunft zu fahren."

Quelle: RP
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