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Mönchengladbach
Singen, tanzen und mitfunkeln

Mönchengladbach: Singen, tanzen und mitfunkeln
2000 Kinder, Mütter und Väter hatten beim Taschenlampenkonzert am Samstagabend großen Spaß. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Beim Taschenlampenkonzert wurde der Volksbankpark zum Lichtermeer. 2000 kleine und große Besucher funkelten im Rhythmus zu den Mitmachsongs der Band Rumpelstil. Die MGMG hatte das Konzert für den Initiativkreis organisiert. Von Angela Wilms-Adrians

Am schönsten ist ein Taschenlampenkonzert natürlich in dunkler Nacht. So dürfte schon die Aussicht auf ein langes Aufbleiben für die meisten Kinder ein großes Abenteuer gewesen sein. Vor Beginn des Konzertes mit der Berliner Band Rumpelstil im Park der Volksbank an der Senefelderstraße herrschte spannungsvolle Erwartung. Taschenlampen, handliche Leuchtröhren und Lichtschwerter im Stil der Jedi-Ritter wurden aus und eingeschaltet. Eltern hatten Wolldecken zum Kuscheln und Picknickmachen mitgebracht, für alle anderen standen reichlich Bänke bereit.

Schirmherr Franz Dierk Meurers, Vorstand der Volksbank Mönchengladbach und Mitglied des ausrichtenden Initiativkreises, freute sich, dass die Open-Air-Show für Kinder auch in der achten Auflage ausverkauft war. Und dann kam endlich das Versprechen von der Band an die Riesen, Helden und Prinzessinnen: "Wir spielen, bis es ganz dunkel ist." Auf die Frage, ob denn auch alle eine Taschenlampe dabeihätten, schallte ein einstimmiges "Ja" durch den Park. Im musikalischen Cross-over sang die Band von der Affenhochzeit, von tanzenden Strümpfen, von der schokoladeneiskugelsicheren Weste und anderen lustigen Dingen mehr.

Die dreijährige Ivy entpuppte sich, wie etliche andere Kinder auch, sogleich zur temperamentvollen Tänzerin. Als es endlich dunkel war, formte sie mit gleicher Hingabe aus Knicklichtern ungezählte Armbänder. Wer gekommen war, war aufgefordert, nach besten Kräften mitzusingen. Bei den Papas klang es erst ein wenig zögerlich und dann mutig tief, bei den Mamas hell und munter, am fröhlichsten und lautesten aber sangen die Kinder. Nachdem die erste Scheu überwunden war, drangen ihre Stimmen als heller a-capella-Chor durch, während die Band und deren Instrumente schwiegen. Die Kinder hatten ihren Spaß an dem Mambo tanzenden Bären und schickten ihm ein fröhliches "Gute Nacht" hinterher, als er eher als sie ins Bett geschickt wurde.

Die holländische Sängerin Blanche Elliz, mit ihren feuerroten Haaren beinahe elfengleich, plauderte munter mit den Kindern und entführte sie etwa im rassigen Song nach Südamerika. Percussionist und Sänger Max Vonthien feuerte alle mit flotten Rhythmen und klarer Ansage an: "Arme hoch und mitklatschen", rief er laut in die Menge. Temperamentvoll dirigierte er die Lichter bis zum lebhaft beschworenen Taschenlampen-Chaos. Immer schneller ließen die Kinder zu seinem Kommando die Lampen kreisen, wirbeln, auf- und niedersteigen. Sie strahlten ihren Eltern und sich selbst ins Gesicht. Während Saxophon und Piano poetisch zärtlich klingend die Nacht erfüllten, schrieben auch die gerade erst Dreijährigen hingebungsvoll ihre Wünsche mit den Lampen in den Abendhimmel.

Für das Finale hatte sich die Band das Lied von "Max in Mexiko" aufgehoben. Noch einmal sangen alle mit, und da das so schön war, gab es einen Nachschlag.

Quelle: RP
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