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Mönchengladbach
So bleibt der Weihnachtsbaum frisch

Mönchengladbach. Am besten halten sich Bäume aus regionalem Anbau. In der Wohnung gibt es einige Kniffe zu beachten. Die Nordmanntanne ist der Renner. Von Lena Köhnlein

In vielen Häusern wird derzeit die Weihnachtsdeko ausgepackt. Da glitzern und funkeln Sterne am Fenster, am Adventskranz brennt die erste Kerze, und der Kalender mit den 24 Türchen hängt seit gestern auch in der Küche an seinem angestammten Platz. Eins fehlt jedoch noch: der richtige Weihnachtsbaum. Der kommt im Wohnzimmer meist erst etwas später zum Einsatz, damit er schön frisch bleibt und lange seine Nadeln trägt.

Denn das A und O ist, dass er nicht zu früh geschlagen wird, weiß Albert Kamerichs vom Havelshof in Herrath. Einige tausend Bäume stehen auf seinem Hof. "Wer einen schönen Baum haben will, der sollte ihn beim Erzeuger holen", sagt Kamerichs. Denn im Großhandel würden diese häufig schon im Oktober geschnitten. Wie lange der Baum schon steht, lasse sich an den Nadeln überprüfen. "Wenn sie leicht abgehen, dann sollte man den Baum nicht kaufen." Am Stamm lässt sich die Frische nicht erkennen, denn da könne man auch einen Tag vor dem Verkauf noch einmal nachschneiden.

Auch Zuhause können Weihnachtsliebhaber einiges selbst für das Wohl der Pflanze tun. "Am besten nicht neben die Heizung oder den Kamin stellen", weiß der Profi. Wenn ein Haus eine Fußbodenheizung hat, dann sollte Alufolie dazwischen gelegt werden, um die Wärme etwas abzuschirmen. Auch regelmäßig frisches Wasser ist wichtig. "Der Baum zieht besonders in den ersten Tagen viel Wasser." Auch die Kreisbauernschaft Mönchengladbach-Neuss empfiehlt, auf regionale Bäume zurückzugreifen. Bäume aus heimischem Anbau hätten keine 2000 Kilometer weite Autobahnfahrt hinter sich, bevor sie in die weihnachtliche Stube kämen, so Vorsitzender Wolfgang Wappenschmidt. "Viele Verbraucher wollen ihren Baum selber schlagen. Das ist in den vergangenen Jahren zu einem wahren Trend geworden, dem wir Landwirte gerne nachkommen", sagt er.

Dass der Trend zum Selberschlagen geht, kann Kamerichs dagegen nicht bestätigen. Zwar sei bei manchen der Wunsch da, doch so einfach sei das dann eben nicht, stellen viele dann fest und lassen doch lieber den Profi an die Säge. Dafür gehe der Trend aber ganz klar zum selber Aussuchen - und das schon Wochen, bevor der Baum mit nach Hause genommen wird.

Dabei entscheiden sich bei ihm 80 Prozent der Kunden für eine Nordmanntanne. Ihr Vorteil sei unter anderem, dass der Baum sehr symmetrisch wächst und die Nadeln lange halten. Früher war der klassische Weihnachtsbaum eher die Rotfichte, heute würde nach ihr gar nicht mehr gefragt. "Höchstens noch nach der Blaufichte", sagt Kamerichs. Auch die halte sich länger in der Wohnung.

Selbst stellen sich der Landwirt und seine Frau übrigens keine Tanne ins Wohnzimmer. "Wir haben in der Maschinenhalle einen großen Baum, den wir schmücken. Am 23. Dezember sind wir abends ganz schön erledigt", sagt er. Das kann man sich vorstellen, denn der Verkauf auf dem Havelshof läuft vom 26. November bis zum 23. Dezember, 18 Uhr.

Quelle: RP
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