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Mönchengladbach
So kam Rebecca Gablé zu ihrem Namen

Mönchengladbach: So kam Rebecca Gablé zu ihrem Namen
Bereitwillig erzählte Rebecca Gablé von ihrem Leben als Schriftstellerin. Kaspar Müller-Bringmann stellte die Fragen. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Die Bestseller-Autorin sprach in der neuen Talk-Reihe "Mönchengladbacher Gesichter" im St. Kamillus Kolumbarium über ihre Liebe zur Heimatstadt, über Schreibblockaden und ihre Recherchereisen. Ein vergnüglicher Abend. Von Inge Schnettler

Sie schreibt nicht nur unglaublich packende historische Romane, sie ist auch eine ausgesprochen charmante Gesprächspartnerin. Die Bestsellerautorin Rebecca Gablé war zu Gast im St. Kamillus Kolumbarium. Mit ihr eröffnete der Journalist Kaspar Müller-Bringmann die neue Talk-Reihe "Mönchengladbacher Gesichter" an diesem besonderen Ort. Bereitwillig und fröhlich beantwortete die Wickratherin die Fragen, wacker behaupteten sich die beiden gegen die streikenden Handmikrofone und wechselten vom runden Plaudertisch an das tatsächlich funktionierende Mikro am Rednerpult.

Eigentlich heißt die Schriftstellerin Ingrid Krane-Müschen. "Mein Verlag trug mir auf, einen Künstlernamen zu suchen", sagt sie. Die Wahl war schnell getroffen. "Ursprünglich wollten meine Eltern mich Rebecca nennen, und der Mädchenname meiner Mutter war Gablé." Voila: Rebecca Gablé. Bis es jedoch so weit war, dass ihre Karriere unter dem neuen Namen beginnen konnte, sollte es dauern. Nach dem Abitur im Gymnasium an der Gartenstraße - Lieblingsfächer Englisch und Geschichte - machte sie zunächst etwas "Vernünftiges", eine Banklehre. "Ich hatte einfach keine Lust mehr, weiter die Schul- oder Unibank zu drücken", sagte die Autorin. "Ich war neugierig auf das Leben."

Schon als Jugendliche hatte sie angefangen zu schreiben. "Ich war eine Feierabend-Autorin", sagte Rebecca Gablé lachend. Ihr Wunsch, das Schreiben zum Beruf zu machen, wuchs. Sie gab ihren Job bei der Bank auf und studierte Literaturwissenschaften in Düsseldorf. Dann schrieb sie ihren ersten Krimi. "Jagdfieber" hieß er. Sie machte sich auf die Suche nach einem Verlag. "Ich bekam mehr als 30 Absagen, das war sehr frustrierend." Aber dann - endlich eine Zusage. Es meldete sich der Bastei-Lübbe-Verlag. Das war vor 25 Jahren. "Bis heute bin ich bei dem Verlag, und meine Lektorin ist dieselbe wie damals." Als damals der Karton mit ihren Belegexemplaren geliefert wurde, war das ein "toller Moment".

Schon während des Studiums hatte Rebecca Gablé ihre Liebe zum englischen Mittelalter entdeckt. 1997 schrieb sie "Das Lächeln der Fortuna". Das Buch hatte ursprünglich 1600 Seiten. "Wir haben 300 rausgeschmissen - und das Buch schlug richtig ein." Und der Erfolg setzte sich fort. Bis heute. Kaspar Müller-Bringmann fragte sie nach ihrer Arbeitsweise: "Ich sitze nicht in Rüschenbluse in einer verstaubten Bibliothek, meine Arbeitsumgebung ist eher nüchtern." Er fragte nach ihren Recherchereisen: "Die mache ich in toller Begleitung - mit meinem Mann." Ob sie manchmal Schreibblockaden habe? "Ich bin gelegentlich träge und unkreativ. Aber dann bleibe ich an meinem Computer sitzen und kämpfe mich raus." Dann verriet sie noch, dass sie Fan von Borussia Mönchengladbach ist, die Stadt liebt - den Alten Markt, die Schlösser, das Münster und das Umland. "Mönchengladbach ist für mich Heimat, weil hier meine Wurzeln sind, weil die Stadt und die Menschen mir vertraut sind, und ich die Sprache liebe."

Die letzte Frage des Moderators lautete: "Haben Sie ein Geheimnis, das Sie noch niemandem verraten haben? Wollen Sie es uns jetzt erzählen?" Rebecca Gablé lachte und antwortete: "Ich habe sicher Geheimnisse, aber von mir werden Sie nichts erfahren."

Quelle: RP
 
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