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Mönchengladbach
So sehen Siegertauben aus

Mönchengladbach: So sehen Siegertauben aus
FOTO: dpa
Mönchengladbach. Von April bis Mitte September ist Wettkampfsaison für die Mitglieder der Reisevereinigung Mönchengladbach Rheindahlen. Jetzt war es Zeit, die Sieger zu küren.

Die Taubenzucht ist ein Fulltime-Job, und der Tag ist nach den Bedürfnissen der Tiere durchgeplant. "An den Wochenenden wird bei uns nicht gekocht. Das fängt morgens mit Füttern an. Dann lassen wir die Tauben nacheinander raus. Erst die Alt- und die jährigen Tiere, zum Schluss die Jungtauben", erzählt Brigitte Damaschke stolz. Sie hat die Leidenschaft ihres Mannes Fritz übernommen. Vor, während und nach der Saison stehen regelmäßige Tierarztbesuche auf dem Programm.

"Die Gesundheit der Tiere geht vor. Wir sehen den Tierarzt alle zwei Wochen. Geben zum Beispiel Kotproben ab", erklärt sie. "Ich bin im Taubenschlag groß geworden. Auch meine Brüder hatten schon Tauben", fügt Fritz Damaschke hinzu. Die Mühen haben sich für die beiden gelohnt: Bei der Siegerehrung für das Reisejahr 2017 der Brieftaubenreisevereinigung Mönchengladbach-Rheindahlen 1924 im Lokal Hehner Hof konnten sie jetzt die so genannte AV-Meisterschaft mit nach Hause nehmen.

Als Preis gab es einen großen Pokal und eine rote Schärpe. Und auch in der Weibchen-Meisterschaft gewannen sie den ersten Platz und wurden "Generalmeister". Zweiter wurde Walter Bähren, der dritte Platz ging an Robert Coenen. "Das ist die Meisterschaft aus allen drei Kategorien: Jährige Meisterschaft, Weibchen- Meisterschaft und Jung- Meisterschaft", erklärt Coenen. Auch er ist seit vielen Jahren dem Taubensport verfallen und mit seinen Tauben erfolgreich.

Er holte den zweiten Platz bei der AV-Meisterschaft und konnte einen Preis für die beste gereiste Taube verbuchen. "Ich habe 1953 mit der Taubenzucht angefangen. Insgesamt habe ich 250 Tiere in meinem Schlag", sagte er. Bei den jährigen Tauben gewann Walter Bähren den ersten Preis, der erste Preis bei der Jung-Meisterschaft ging an Helmut Geurtz. Bis eine Taube die bei einem Preisflug geforderten Distanzen bewältigt, ist reichlich Training nötig.

"Man fängt mit kleineren Distanzen an und steigert sich dann allmählich", sagt Robert Coenen. Die Wertung werde elektronisch ermittelt. Die Tiere erreichen Geschwindigkeiten von durchschnittlich 100 Stundenkilometern. Jetzt im Winter ist Pause, bis im April die ersten Preisflüge wieder starten. EVA BACHES

Quelle: RP
 
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