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Mönchengladbach
So soll der Marktplatz aufgemöbelt werden

Mönchengladbach: So soll der Marktplatz aufgemöbelt werden
Eine ortstypische Backstein-Fassade prägt den Bau, den der Architekt Stefan Schumacher für den Marktplatz in Rheindahlen entworfen hat. Der Platz wird völlig neu definiert. FOTO: Architekturbüro Schumacher
Mönchengladbach. Autos raus, Gastronomie und mehr her: Der Entwurf für das Rheindahlener Zentrum soll umgesetzt werden. Endlich. Von Inge Schnettler

Leerstand und Tristesse kennzeichnen das Zentrum Rheindahlens. Und der riesige Platz mitten drin? Der steht fast ständig voll mit parkenden Autos - außer, wenn der Wochenmarkt hier aufgebaut wird oder große Veranstaltungen stattfinden. CDU und SPD wollen den Ortskern endlich attraktiver machen. Der Marktplatz soll zum belebten und beliebten Treffpunkt werden - mit Außengastronomie und einem schönen Ambiente. Die Bezirksfraktionen haben sich mit ihren planungspolitischen Sprechern und Bezirksvorsteher Arno Oellers (CDU) zusammengesetzt und alte Pläne aus der Schublade gekramt.

Die stammen von einem städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahr 2000. Daraus waren die Architekten Holger Hartmann und Stefan Schumacher als Sieger hervorgegangen. Die hochemotionalen und meist ablehnenden Diskussionen, die damals schon vor der ersten Vorstellung der Entwürfe geführt worden waren, verursachten bei den politisch Verantwortlichen eiskalte Füße. Sie ließen das Projekt einschlafen. Im Juni vergangenen Jahres kamen die beiden Architekten auf Einladung der SPD erneut nach Rheindahlen und stellten die alten Pläne erneut vor. Und siehe da - sie waren auch nach 15 Jahren immer noch frisch und überzeugend. Die Kommunalpolitiker entschieden sich am Ende für den Entwurf von Stefan Schumacher. Der wird am Dienstag, 26. Januar, in der Bezirksvertretung West vorgestellt. Um 17 Uhr beginnt diese in der Bezirksverwaltungsstelle an der Plektrudisstraße in Rheindahlen.

"Wir haben uns gemeinsam mit der CDU in den vergangenen sechs Monaten intensiv um das Projekt gekümmert", sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Fegers. Man habe die Pläne verglichen und Ortsbegehungen gemacht. "Wir sind uns einig, dass dringens etwas passieren muss, damit Rheindahlen wieder attraktiver wird." Die moderne Wohnbebauung, die in Rheindahlen in den letzten Jahren entstanden ist, habe den Stadtteil deutlich aufgewertet. "Das lässt uns hoffen, dass sich auch Interessenten für den Neubau auf dem Markt finden."

Schumachers Planungen liegen historische Erkenntnisse zugrunde. Wie hat sich der Ort seit seiner Entstehung entwickelt? Stimmen die Proportionen zwischen Kirche und Platz? Wie sollte eine Bebauung aussehen? Sein Entwurf verbannt die Autos weitgehend aus dem Bereich des Mühlentorplatzes. Das Ziel: Der parkende Verkehr soll deutlich reduziert werden. Sein Konzept sieht eine vom Material her ortstypische Backstein-Glas-Bebauung mit Gastronomie im Erdgeschoss, einem Versammlungsraum und weiteren Einheiten und einen "angenehmen Platz" vor. Über diesen sollen sich die fußläufige Beecker Straße mit der dann bis zur Einmündung Wickrather Tor auch von Autos befreiten Plektrudisstraße verbinden.

"In der Sitzung der Bezirksvertretung wird Stefan Schumacher seine Planungen vorstellen", sagt Arno Oellers. "Anschließend soll die Verwaltung die Realisierung der städtebaulichen und verkehrlichen Konzeption gemeinsam mit dem Architekturbüro Schumacher weiter verfolgen." Das Thema wird die Bezirksvertretung weiter beschäftigen, denn es ist ein Bebauungsplanverfahren notwendig. "Dieses wurde 2001 zwar begonnen - aber nicht weiter behandelt."

Quelle: RP
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