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Mönchengladbach
Sozialverband verzeichnet im Jahr 150 Anträge

Mönchengladbach. Er ist eine Institution, die seit 100 Jahren besteht und für viele Menschen eine wichtige Ratgeberfunktion hat. Ob Fragen zu Rente, Gesundheit, Behinderung oder Berufsunfähigkeit - der Sozialverband Deutschland (SoVD) bietet für seine Mitglieder kostenlose Beratung an, hilft bei Anträgen und geht mit den Mandanten, wenn es nötig ist, sogar bis vor das Sozialgericht. In der Geschäftsstelle Mönchengladbach, die auch für Korschenbroich, Grevenbroich, Erkelenz und Wegberg zuständig ist, werden pro Jahr nach Angaben des Kreisvorsitzenden Reinhardt Heinen etwa 150 Anträge gestellt und Widersprüche erhoben. Die Themen sind vielfältig, drehen sich um Kranken- oder Pflegeversicherung, staatliche Entschädigungsleistungen, Rehabilitation, Sozialhilfe oder Grundsicherung.

Dass diese Bereiche wichtiger denn je sind, spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider: Sie stiegen von 300 im Jahr 2012 auf jetzt rund 1000. Der SoVD, so Heinen, habe den Anspruch, für die Mitglieder zu kämpfen: "Fast jeder zweite Fall wird bereits im Vorverfahren erfolgreich abgeschlossen, also ohne dass es zu einem Gerichtsprozess kommen muss. Die vielen Dankesbekundungen bestätigen uns auf diesem Weg."

Neben der individuellen Beratung macht der Sozialverband auch auf soziale Missstände aufmerksam. "Besonderen Wert legen wir auf Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung, etwa im Bereich Ausbildung", betont Heinen. Mitglieder zahlen sechs Euro pro Monat, pro Antragsverfahren werden 15 Euro, pro Widerspruchsverfahren 55 Euro fällig. Gegründet wurde der SoVD 1917, mitten im Ersten Weltkrieg. Damals ging es um die Versorgung von Schwerverletzten und Hinterbliebenen des Kriegs.

(dr)
 
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