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Lokalsport
0:1 bei Heimpremiere taugt als Mutmacher für Borussia-Frauen

Frauenfussball. Der Aufsteiger der Frauen-Bundesliga ist auch nach zwei Spielen noch ohne Punkt und Tor, steigert sich aber gegen den SC Sand klar. Von Thomas Grulke

Sie standen schnell wieder auf. Mit dem Schlusspfiff waren Borussias Spielerinnen zunächst enttäuscht zu Boden gegangen, hatten sich dann aber sogleich wieder aufgerappelt und gegenseitig abgeklatscht. So bitter das 0:1 (0:1) bei der Heimpremiere in der Frauen-Bundesliga gegen den SC Sand auch war, taugte die Niederlage sieben Tage nach dem ernüchternden 0:8 in Frankfurt doch durchaus als Mutmacher für den Kampf um den Klassenverbleib.

"Das war gegenüber der Vorwoche eine Steigerung um 100 Prozent. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der Liga angekommen ist", sagte Cheftrainer René Krienen. Gemeinsam mit Trainerkollege Mike Schmalenberg hatte er dem Aufsteiger eine etwas vorsichtigere Grundausrichtung verordnet, Borussia sollte zunächst Sicherheit gewinnen, nachdem es in Frankfurt bereits nach sechs Minuten 0:2 gestanden hatte. Und der Plan ging auf.

"Wir standen von Beginn an kompakt und sind gut in die Zweikämpfe gekommen", sagte Gladbachs Spielführerin Julia Koj. Einzig bei leichten Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung und bei Standards wurde Sand gefährlich. Vor allem die Lufthoheit nutzte der Pokalfinalist des Vorjahres zu guten Chancen aus. Einmal rettete Vanessa Wahlen auf der Torlinie, der Nachschuss ging an die Latte (30. Minute). Und wenig später half Jasmin Hamann der linke Pfosten. Kurz darauf war Borussias Torfrau jedoch geschlagen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau durch Kelly Simons sprintete Laura Feiersinger an Julia Koj vorbei und schob von der linken Strafraumseite aus zur Führung ein.

"Das Gegentor war ärgerlich, aber die Mannschaft hat die Nerven bewahrt", sagte Krienen, der in der Halbzeit Tiffany Cameron einwechselte und in den Sturm beorderte. Und mit der kanadischen Auswahlspielerin wurde Gladbachs gesamte Offensive durchschlagskräftiger und ballsicherer. "Tiffany hat mit ihrer Schnelligkeit sofort einiges bewegt, wir hatten direkt nach dem Wechsel auch unsere beste Phase", sagte Krienen.

Die beste Chance zum Ausgleich vergab Nadja Pfeiffer, die vor dem Anpfiff noch als Torschützenkönigin der vergangenen Zweitligasaison geehrt worden war. Ihr Kopfball aus kurzer Distanz kam aber zu zentral aufs Tor. Auch Madeline Gier scheiterte mit einem schönen Distanzschuss an Sands Torfrau Carina Schlüter. Und kurz vor dem Ende verpasste Tiffany Cameron eine Flanke Vanessa Wahlens nur ganz knapp. "Nach so einem Spiel ist es schon ärgerlich, keinen Punkt geholt zu haben. Doch wenn man diese Partie mit dem 0:8 in Frankfurt vergleicht, können wir viele positive Dinge mitnehmen", sagte Julia Koj.

Quelle: RP
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