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1:0 - FC-Trio sorgt für magischen Moment

Lokalsport: 1:0 - FC-Trio sorgt für magischen Moment
Eher unbekannte Kampfsportart als Oberliga-Fußball: Oguz Ayan (gelbes Trikot, stehend) und Drilon Istref (am Boden) in einem typischen Zweikampf des gestrigen Spiels. FOTO: Dieter Wiechmann
Fussball-Oberliga. Pascal Schmitz, Thorsten Lippold und Justin Klein sorgen im einzigen ansprechenden Moment des Spiels für den Sieg gegen Hilden. Von Kurt Theuerzeit

Trainer Stephan Houben wartete auf den einen magischen Moment, der das Abstiegsduell zwischen seinem 1. FC Mönchengladbach und dem VfB Hilden entscheiden würde. Der trug sich in 75. Minute zu, als sich tatsächlich die einzige klare Torchance in einer spielerisch ganz schwachen Partie ergab. Pascal Schmitz als Vorlagengeber, Thorsten Lippold mit Durchsetzungsvermögen und Übersicht sowie schließlich Justin Klein als Torschütze sorgten da mit einer Gemeinschaftsarbeit letztlich für den 1:0-Sieg des FC. Zwar bleibt die Mannschaft weiter auf einem Abstiegsplatz, doch fehlen jetzt nur noch drei Zähler zum rettenden Tabellenplatz.

Besonders gut war an diesem Nachmittag nur das Wetter. Was beide Mannschaften boten, hatte dagegen eher etwas mit bisher unbekannten Kampfsportarten zu tun, an denen auf jeder Seite gleich elf Akteure beteiligt waren. Hilden hatte dabei eindeutig athletische Vorteile und konnte sich entsprechend besser in den Zweikämpfen durchsetzen. Allerdings waren die Gäste nicht in der Lage, den FC arg in Verlegenheit zu bringen.

Das aber gelang auf der anderen Seite auch den Gastgebern nicht. Viel zu oft unterliefen dort Anfängerfehler im Zusammenspiel, das zwar gewollt war, aber wegen vieler Fehlpässe nicht zustande kam. Das ließ Gladbachs Trainer Houben dann auch schon recht früh verzweifeln: "Wir kriegen den Ball nicht mal über zwei Stationen gespielt", klagte er. Unterstützung erhielt er auf dem Platz durch Akin Uslucan, der wieder eine herausragende Partie ablieferte: "Leute, das ist zu wenig."

Die Hektik auf dem Platz konnte von beiden Mannschaften nach der Pause sogar noch gesteigert werden. Foulspiele häuften sich, die mit theatralischen Einlagen von beiden Seiten begleitet wurden. Ricardo Goman und Pascal Schellhammer fielen dem harten Einsatz zum Opfer, aber auch die Gäste mussten zweimal verletzungsbedingt auswechseln.

Gewollt war dann aber die Einwechslung von Justin Klein in der 73. Minute, wobei Houben damit wieder den Joker ziehen sollte. Kaum war Klein zwei Minuten auf dem Platz, da setzte Schmitz Lippold in Szene. Der setzte sich vom Flügel her durch, flankte vor das Tor und Klein schob den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 für den FC über die Linie.

Danach durfte man kaum eine spielerische Steigerung erwarten. Es wurde nun auf Biegen und Brechen gekämpft, die Härte bei den Zweikämpfen nahm zu, so dass es immer wieder Unterbrechungen gab. Patrick Verlinden wurde mit Gelb-Rot vom Feld geschickt, kurz darauf traf es auf der anderen Seite Manuel Schulz.

Nach dem Schlusspfiff spielten sich noch turbulente Szenen ab. Dabei gab es in beiden Mannschaften glücklicherweise einige besonnene Spieler und Begleitpersonen, die aufgebrachten Herren von weiteren Handgreiflichkeiten abhielten.

1. FC: Kultscher - Verlinden, Uslucan, Biskup - Goman (61., Czempik), Schellhammer (80., Richter), Istrefi - Schmitt, Lekaj - Ayan (73., Klein), Lippold. Tore: 1:0 Klein (75.). Gelb-Rote Karte: Verlinden (89.), Schulz (90.). Zuschauer: 250.

Quelle: RP
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