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Lokalsport
42 Tore zum Abschied vom TVK

Handball. Fast alle Spieler des Drittligisten spielten beim 42:37-Heimsieg gegen die SG Ratingen letztmals für Korschenbroich. Von Wiebke Winter

Der TV Korschenbroich hat die Saison in der 3. Liga mit einem Schützenfest beendet. Gegen das Tabellenschlusslicht, die SG Ratingen, siegten die TVK-Handballer 42:37 (22:19). "Das war eine turbulente Saison für uns. Mit dem Sieg haben wir uns vernünftig von unseren treuen Fans verabschiedet", sagte Trainer Ronny Rogawska.

Vor 407 Zuschauern sagte vor dem Spiel fast die komplette Mannschaft "Adieu". Nur die Torhüter Felix Kürger und Max Jäger sowie Aaron Jennes und Steffen Brinkhues bleiben dem TVK erhalten. Es war den Spielern von daher anzumerken, dass sie siegen, aber vor allem auch ein letztes Mal schön spielen wollten. Beide Mannschaften verzichteten weitgehend auf Defensivaufgaben und fokussierten sich ganz darauf, im Angriff zu glänzen.

Nach ausgeglichenem Beginn schaffte der TVK mit den Toren bis zum 14:10 erstmals einen klareren Vorsprung, den die Truppe bis zum 22:19 mit in die Pause nahm. Nach dem Wechsel wurde es zunächst noch mal eng. Die Gäste blieben bis zum 32:32 dran. Erst in der Schlussphase setzte sich der TVK klar ab. "Wir hatten sie dann gut im Griff", sagte Trainer Ronny Rogawska.

Die Treffer des TVK gegen Ratingen erzielten Schiffmann (12), Backhaus (8), Stassen (5), Müller (4) und Brinkhues. Max Zimmermann trug zwölf Tore zum Erfolg bei. Jedes einzelne war für ihn enorm wichtig, denn damit wurde der Kapitän der Korschenbroicher Torschützenkönig in der 3. Liga West. Zimmermann erzielte 215 Tore. Der Zweite, Benjamin Richter aus Longerich, kam auf 213 Tore. Richter traf im letzten Spiel "nur" zehnmal.

Moritz Krumschmidt sicherte Borussia Mönchengladbach mit einem Siebenmetertor in letzter Sekunde den 31:30 (15:14)-Erfolg beim Weidener TV. Im Kellerduell der Regionalliga ging es robust zur Sache. Die Weidener wollten unbedingt noch den einen Punkt ergattern, um dem eventuellen direkten Vergleich gegen den Pulheimer SC aus dem Weg zu gehen, und die als Absteiger feststehenden Borussen steckten nicht zurück. Die Mannschaft von Tobias Elis handelte sich drei Rote Karten ein. Torhüter Sven Plath sah den roten Karton schon in der 9. Minute, Tobias Eickmanns in der 42. Minute, beide nach einem Kontakt mit dem Gegner im Gegenstoß. Daniel Panitz folgte in der 50. Minute. Er traf den Gegner in einer Abwehraktion im Gesicht.

In der ausgeglichenen Partie kam Weiden zehn Sekunden vor dem Ende zum 30:30. Borussias Niklas Berner suchte mit der letzten Aktion die Entscheidung, wurde aber von drei Weidenern so daran gehindert, dass es einen Strafwurf gab. Weidens Trainer appellierte, so Elis, an die Borussen, den Ball beim Siebenmeter doch daneben zu werfen, weil die Borussen keine Punkte mehr bräuchten. "Ich fand das nicht passend", sagte Elis. Moritz Krumschmidt verwandelte schließlich zum Sieg. Bei den Borussen trafen alle eingesetzten Feldspieler. Im Einzelnen waren das Panitz (6), Eickmanns (5), Ranftler (4), Berner (4), Krumschmidt (3), Zidorn (2), Liesebach (2, Bautz (2), Müller, Marquardt und Nacken.

Quelle: RP
 
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