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Philipp Heymanns
"Abschluss-Erfolg wäre gutes Argument für die Zukunft"

Mönchengladbach. Der Trainer des Gladbacher HTC spricht über das letzte Saisonspiel in Köln, sein Premierenjahr und die Ziele des Hockey-Zweitligisten.

Mit dem Spiel bei Blau-Weiß Köln geht für den Gladbacher HTC die Saison in der Zweiten Bundesliga morgen zu Ende. Welche Bedeutung hat das Spiel noch für Ihre Mannschaft, wo doch in der Tabelle fast alle Fragen beantwortet sind?

Heymanns Die Spieler werden sicherlich so wie zuletzt bei unserem Doppelwochenende in Hamburg Lust darauf haben, gutes Hockey zu spielen und zu gewinnen. Wir wollen nochmals unterstreichen, dass wir besser punkten können, als es in der Hinrunde der Fall war. Damit geben wir auch einen Ausblick auf die kommende Saison.

Wie wichtig ist Ihnen ein positiver Saisonabschluss?

Heymanns Ich denke schon, dass es wichtig ist. Natürlich muss man die Aussagekraft eines solchen Spiels berücksichtigen, aber ein Erfolg kann durchaus ein gutes Argument für die Zukunft sein, sowohl nach außen als auch nach innen. Mit den Top drei konnten wir diese Saison nicht mithalten. Doch jetzt sind wir beim Tabellenvierten zu Gast und damit bei einer Mannschaft, mit der wir uns zukünftig messen wollen, um auch in diese Tabellenregionen vorzustoßen.

Als Sie das Team im vergangenen Herbst übernahmen, steckte es mit gerade mal einem Sieg aus neun Spielen im Abstiegskampf, jetzt wird es als Siebter oder Achter knapp über dem Strich landen. Sind Sie mit der Bilanz Ihrer Arbeit zufrieden?

Heymanns Tabellarisch haben wir uns zwar im Vergleich zum Herbst nicht bewegt, doch wir haben es geschafft, uns von unten abzusetzen und letztlich den Klassenverbleib schon zwei Spieltage vor dem Saisonende klar zu machen. Das ist für die Rückrunde schon ein guter Erfolg. Um in der Tabelle noch mehr zu klettern, waren die anderen Mannschaften zum Teil punktemäßig schon zu weit entfernt.

In welchen Bereichen hat sich das Team im vergangenen Halbjahr besonders weiterentwickelt und wo besteht noch Handlungsbedarf?

Heymanns Grundsätzlich haben wir mittlerweile deutlich mehr Struktur und Selbstvertrauen in unserem Spiel, wenn wir den Ball haben. Auch unter Druck und auf engem Raum sucht die Mannschaft die spielerische Lösung, nachdem sie zuvor viel mit langen Bällen agiert hat. Steigern müssen wir uns sicherlich noch in der Defensive, sowohl individuell als auch gruppentaktisch. Da haben wir noch zu viele Zweikämpfe verloren und Strafecken kassiert.

Welche Ziele kann der GHTC kommende Saison anpeilen?

Heymanns Wir müssen da realistisch bleiben. Zunächst sollte es unser Ziel sein, in die obere Tabellenhälfte zu gelangen und uns so aufzustellen, dass wir im Jahr darauf ganz oben mitspielen können.

Wie muss der Kader dafür noch verstärkt werden?

Heymanns Schritt eins ist, dass wir unsere jetzige Mannschaft zusammenhalten, wobei sich ein, zwei Abgänge immer irgendwie ergeben. Schritt zwei ist, unseren Kader in der Breite noch besser zu machen. Da uns aktuell die Jugendlichen fehlen, die nachrücken, müssen es eben externe Zugänge sein. Natürlich nehmen wir auch gerne Führungsspieler bzw. große Kaliber, genauso wichtig ist aber die Erweiterung in der Breite mit dem Leistungsvermögen der derzeitigen Truppe, denn das sind gute Jungs. Also gilt schon beides.

THOMAS GRULKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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