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Lokalsport
Altmeier glänzt beim nächsten Bundesliga-Sieg des GHTC

Tennis. Mit 5:1 wurde Rot-Weiss Köln bezwungen. Aleksandr Nedovyesov siegte gegen Dustin Brown nach harten Reise-Strapazen im Vorfeld. Von Sebastian Eussem

Der Höhenflug der Mönchengladbacher Bundesliga-Mannschaft geht weiter: Mit dem 5:1 bei Rot-Weiss Köln am gestrigen Sonntag wurde auch das vierte Spiel der Saison gewonnen. Damit führt der GHTC die Tabelle weiter mit einer makellosen 8:0-Wertung an.

Auch nach dem Ausscheiden Philipp Kohlschreibers in Hamburg stand er Teamchef Henrik Schmidt gestern nicht zur Verfügung. Doch auch ohne ihn lief es vor rund 2500 Zuschauern glänzend in der Domstadt. Bei fast ausverkauftem Haus und hitziger Stimmung gingen alle vier Einzel an den Tabellenführer. Team-Sprecher Malte Stropp lobte einen Spieler ganz besonders: Youngster Daniel Altmeier: "Dass er mit 17 Jahren einen so erfahrenen Spieler wie Oscar Otte geschlagen hat, ist schon bemerkenswert." Altmeier siegte 14:12 im Match-Tiebreak. Neben Daniel Altmeier punktete der Italiener Andrea Arnaboldi, der Julian Reister mit 1:6, 7:5, 10:5 bezwang. Arnaboldis spanischer Teamkollege Adrian Menendez musste gegen Gavin van Peperzeel ebenfalls über die volle Distanz gehen. Doch auch in dieser Paarung bewies der Gladbacher die stärkeren Nerven in der Endphase. Der Vergleich endete 6:3, 2:6, 10:3 für Menendez.

Aleksandr Nedovyesov bezwang im vierten Einzel den ehemaligen Gladbacher Bundesliga-Spieler Dustin Brown 7:5, 6:1. Dass er seine Mannschaft beim Duell in Köln überhaupt unterstützen konnte, war alles andere als selbstverständlich: Denn erst am Samstagnachmittag hatte er sich nach dem Ausscheiden bei einem Challenger-Turnier in Posen auf den Weg nach Köln gemacht. "Aleksandr ist mit dem Taxi von Polen nach Berlin gefahren und hat dort am Sonntagmorgen um 6 Uhr eine passende Zugverbindung gefunden", berichtete Malte Stropp. Die Leistungsfähigkeit des Kasachen schienen diese Strapazen jedoch nicht beeinflusst zu haben. Im ersten Doppel erhöhten Aleksandr Nedovyesov und Marcin Gawron auf 5:0.

Dass das letzte Spiel des Tages dann an die Kölner ging, dürfte man verschmerzt haben. Ebenso wie die unklare Personallage vor dem Spieltag. Die Kaderplanung wird in den nächsten Wochen durch diverse Hard-Court-Turniere in den USA und die Olympischen Spiele (auch Kohlschreiber ist dort dabei) noch komplizierter. Dieser Problematik möchte man beim GHTC aber mit Lockerheit begegnen: "Wir gehen dies ganz entspannt an und sehen mal, was passiert", sagt Stropp.

Am kommenden Sonntag geht es auf der heimischen Anlage ab 11 Uhr gegen Blau-Weiss Aachen. Der Aufsteiger unterlag Krefeld gestern 2:4. Die Brust dürfte bei den Gladbachern daher noch breiter sein. "Wir denken von Spiel zu Spiel und machen uns keinen Druck. Damit sind wir bislang gut gefahren", so der Teamsprecher.

Quelle: RP
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