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Lokalsport
Arie van Lent ist zufrieden, nicht nur mit Thomas Kraus

Fussball-Regionalliga. Nach seiner Vertragsverlängerung hakt der U23 den Regionalliga-Titel zwar ab, will aber den Ersten Lotte trotzdem noch ärgern. Von Sascha Köppen

Wer darauf gehofft hatte, die Sportfreunde Lotte könnten als Aufstiegsrivale von Borussias U23 mal patzen, wurde neuerlich enttäuscht, auch wenn es zunächst so ausgesehen hatte. Beim SC Verl lag der Spitzenreiter nach 70 Minuten 1:2 zurück, siegte aber noch 3:2. Bei nun vier Punkten Vorsprung und noch sechs Spielen, während das Team von Arie van Lent nur noch viermal antreten darf, ist das Titelrennen wohl entschieden. "Das werden sie sich nicht mehr nehmen lassen. Aber im direkten Duell werden wir zumindest versuchen, sie noch mal zu ärgern", verspricht van Lent.

Letztlich spielt dann auch ein wenig Glück eine Rolle. Glück, dass Borussia beim 2:2 bei Viktoria Köln am Freitag zum wiederholten Mal nicht hatte. Denn in der Nachspielzeit wurde Marvin Schulz im Strafraum zu Fall gebracht, der womöglich den Sieg bringende Elfmeterpfiff blieb aber aus. "Das war ein ganz klares Foul, ich habe inzwischen das Video gesehen. Da hat der Schiedsrichter sich wahrscheinlich einfach nicht getraut", sagte van Lent zu der späten Szene.

In Führung gebracht hatte die Borussen Thomas Kraus, der früher für Fortuna Köln spielte und daher Viktoria bestens kennt. Ebenso schnell hatten die Gastgeber das Spiel aber auch gedreht, hätten zur Pause höher als 2:1 führen können. "Die zweite Halbzeit war dann eine unserer besten in der jüngeren Vergangenheit", sagte van Lent, doch der Ausgleich fiel erst in der 86. Minute, erneut durch Kraus. "Thomas ist ein super Junge. Es gibt sicherlich auch bei uns Fußballer mit mehr Talent, aber es ist sehr wichtig für uns, dass Thomas immer alles gibt. Und er hat jetzt auch schon zwölf Tore geschossen", lobte Ex-Stürmer van Lent. Dabei war Kraus vor allem in der Frühphase der Saison unter André Schubert, jetzt Trainer des Gladbacher Profiteams, teilweise als Verteidiger aufgelaufen. Berechtigterweise ist Arie van Lent auch die Freude darüber anzumerken, dass seine persönliche Zukunft nach der Vertragsverlängerung bis 2018, die am vergangenen Freitag offiziell verkündet wurde, geklärt ist. Zufriedenheit, die auch der Verein mit seiner Arbeit deutlich bekundet hat. Und die umso wertvoller ist, wenn man sieht, wie schwer sich die U23-Mannschaften anderer Vereine tun.

Quelle: RP
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