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Aufstiegsfavorit wird zum Sorgenkind

Lokalsport: Aufstiegsfavorit wird zum Sorgenkind
Es läuft nicht rund beim VfB Korschenbroich, hier im Derby gegen Teutonia Kleinenbroich, das im September 1:1 endete. FOTO: Georg Salzburg
Fusssball. Vor der Saison sortierten viele Experten den VfB Korschenbroich weit oben ein. Doch die Saison läuft nicht wie gewünscht. Es kam viel zusammen. Von Horst Höckendorf

Als es in der Saisonvorbereitung in einer kleinen Umfrage darum ging, wer den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen könnte, bekam der VfB Korschenbroich nach dem Rheydter SV die zweitmeisten Stimmen der befragten Trainer und Vorstände. Jetzt, da die Hinrunde sich dem Ende zuneigt, belegt der VfB nur Rang acht. Das hat Gründe.

Dass der VfB schon 15 Punkte hinter Spitzenreiter Rheydter SV liegt, hat seine Ursache in einer Verkettung unglücklicher Umstände. Mit Philipp Bägers Wechsel zum 1. FC Mönchengladbach begann die "Katastrophen-Saison", wie sie in Korschenbroich inzwischen sagen. Bägers Weggang konnte das Team zu keiner Zeit kompensieren.

Trainer Frank Wachmeister will indes den Spielern nicht absprechen, alles zu versuchen. Da aber zwei weitere Spieler, die vorige Saison immer gesetzt waren, aus beruflichen Gründen nicht mehr das Trikot anziehen können und die Verletztenliste immer länger wurde, konnten zahllose Trainingseinheiten nicht optimal durchgeführt werden. Ergänzend dazu kommt, dass der Rasenplatz nur an drei, vier Monaten genutzt werden kann. "Und der Ascheplatz verdient nicht die Bezeichnung", wie Wachmeister konstatiert. "Entweder ist es zu staubig oder alles steht unter Wasser. So mussten wir des Öfteren in Myllendonk trainieren, um dann auf unserer Anlage duschen zu gehen. Welcher Spieler möchte und welche Eltern lassen ihre Kinder unter solchen Bedingungen trainieren? Deshalb ist der Teamgeist irgendwo abhanden gekommen", ergänzt er und spricht das Stichwort Kunstrasenplatz an: "Wir haben uns im Gegensatz zum Ortsnachbarn Kleinenbroich für das falsche Konjunkturpaket beworben, dass abgelehnt wurde. Demnächst sind wir von Kunstrasenplätzen in Glehn, Neersbroich, Kleinenbroich und so weiter umgeben. Das ist auch nicht gerade förderlich in der Nachwuchsarbeit, zumal wir auch nicht in Geld schwimmen."

Möglich, dass ein weiterer Knackpunkt für Korschenbroichs ungewollten Wandel vom Aufstiegsfavoriten zum Sorgenkind die frühzeitige Bekanntgabe ist, dass Frank Wachmeister nach fünf Jahren Trainertätigkeit zum Saisonende aufhören wird. Nicht selten geben Spieler nach so einer Bekanntgabe nicht mehr alles. Allerdings: Diesen Trend verneint der Coach.

Sein Nachfolger soll ein Korschenbroicher sein, wie Wachmeister durchblicken ließ und damit die Gerüchte bestätigte. "Doch bis zum Saisonende werde ich weiterhin alles für den VfB geben. Außerdem bin ich mit der Organisation für das Spiel gegen die Weisweiler Elf beschäftigt. Dann werde ich meinem Nachfolger ein bestelltes Feld hinterlassen", sagte Frank Wachmeister.

Quelle: RP
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