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Lokalsport
Auszeit für die Freundschaft

Handball. Wenn sich am Sonntag um 17 Uhr die Handball-Drittligisten Lemgo Youngsters und TV Korschenbroich treffen, ist es ein Wiedersehen vieler alter Bekannter. Das aber zählt nicht auf dem Parkett. Der TVK will nachlegen. Von Wiltrud Wolters

Für Nicolai Zidorn, der einst beim TuS Hertha Hetzerath das Handballspielen erlernte, ist es eine Reise zurück in die vorübergehende Heimat. Auch Korschenbroichs Trainer Ronny Rogawska wird Freunde treffen, wenn der TV Korschenbroich am Sonntag (17 Uhr) bei den HSG Handball Lemgo, den Lemgo Youngsters, in Ostwestfalen antritt. Lemgos Trainer Christian Plesser und Rogawska machten gemeinsam die A-Lizenz. Seitdem, so Plesser, seien sie freundschaftlich verbunden. Diese Beziehung muss am Sonntag eine kurze Auszeit nehmen, ebenso die freundlichen Verbindungen von Nicolai Zidorn. Er spielte mit einigen Lemgoern, wie etwa Torhüter Matthias Ende, Dominik Ebner oder Lukas Zerbe, noch gemeinsam in der A-Jugend des TBV Lemgo.

Korschenbroichs Trainer erwartet eine "interessante Partie", nicht zuletzt weil beide Mannschaften am ersten Spieltag der 3. Liga Selbstvertrauen getankt haben. Korschenbroich siegte gegen den TuS Volmetal, Lemgo kam bei der SG Schalksühle-Halver zu einem 28:28. "Wir wollten zu Hause unbedingt gewinnen und haben durch den Auftakterfolg einen positiven Schub bekommen", sagt Rogawska. Dieser Schub soll helfen, in Lemgo nachzulegen. Doch das dürfte kein Selbstläufer werden, denn die Lemgoer haben zum Saisonauftakt gezeigt, dass sie kämpfen können. Schalksmühle führte mehrfach mit bis zu fünf Toren, aber die Lemgoer ließen sich nicht aus der Bahn werfen und wurden mit dem Unentschieden belohnt. Das war ein Erfolg für das Team von Plesser, der vorrangig den Verbleib in der Liga im Visier hat. Schließlich hat der Vorjahresdritte mit Jan von Boenigk (VfL Eintracht Hagen), Marvin Pfeiffer (SG Achim/Baden), Leif Anton (A-Jugend-Trainer) und Georg Pöhle (TUSEM Essen) wichtige Akteure verloren. Gemäß der Philosophie des Vereins rücken vor allem Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs nach, Robin Hübscher (HSG Rhein Nahe Bingen) ist der einzige externe Neuzugang.

Der TVK-Coach hat das aufmerksam registriert. "Man hat bei diesem Spiel gesehen, dass Lemgo eine junge Mannschaft hat, die sehr geduldig spielt und sich für ihre Leistung belohnt hat", sagt Rogawska. Er möchte unbedingt vermeiden, dass Lemgo ein schnelles Tempospiel aufziehen kann. "Wir müssen unsere Angriffe gut vorbereiten, lange ausspielen und unsere Chancen bestmöglich nutzen", sagt der Däne. Der 46-Jährige vertraut der Formation, die den ersten Saisonsieg einfuhr: "Unsere Deckung hat mir gegen Volmetal sehr gut gefallen. Darauf können wir aufbauen."

Quelle: RP
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