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Lokalsport
Baseballer steigen schon wieder auf

Baseball. Die Blackcaps schaffen den Durchmarsch in die Landesliga. Die Zukunft von Trainer Erdin Berberoglu ist offen. Es soll aber eine zweite Mannschaft geben. Von Horst Höckendorf

Es passiert relativ selten, dass ein neugegründeter Verein in seinem ersten Jahr Zugehörigkeit in einer Mannschaftssportart direkt Meister wird. Einem Sechser im Lotto gleich erscheint dann eine erneute Meisterschaft im Folgejahr. Manchem dürfte sie wie ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde vorkommen. Vorzeitig geschafft haben just dieses Kunststück die 2015 gegründeten Baseballer der Blackcaps nach dem 5:4-Sieg beim einzig verbliebenen Konkurrenten in der Bezirksliga, den Krefeld Crows II.

Die Krefelder, die größtenteils mit ihrer ersten Mannschaft aus der Landesliga antraten, führten zu Ende des dritten Innings mit 3:0. Die Schwarzkappen drehten den Spieß aber um und führten plötzlich ihrerseits mit 4:3, kassierten dann aber noch den Ausgleich. Im siebten und letzten Inning fiel schließlich die Entscheidung zugunsten der Mönchengladbacher Wiederholungstäter, die somit den erneuten Titelgewinn anschließend zünftig feiern konnten.

Wie Coach Erdin Berberoglu erklärte, sei das Team nun willens und bereit, auch in der Landesliga bestehen zu können. Überdies wird für die kommende Saison eine zweite Mannschaft gemeldet, die den Platz des bisherigen Teams in der Bezirksliga II einnehmen wird und als Unterbau für die erste Mannschaft dienen soll. Berberoglu kündigte für das letzte Saisonspiel in Düsseldorf an, alle Reservisten spielen zu lassen und sieht dies als "kleines Dankeschön an die Spieler, die selten bis gar nicht zum Einsatz kamen, aber fast jedes Training mitgemacht haben".

Derzeit stellt sich aber die Frage, ob Berberoglu als Trainer der Ersten weitermacht. Ihm schwebt vor, das Reserveteam als Spielertrainer zu coachen, sein Co-Trainer Sebastian Kauth würde dann das Landesliga-Team übernehmen. Eine interne Lösung würden sicher viele gutheißen, da die Beteiligten die Strukturen des Vereins gut kennen. Andererseits birgt es eventuell aber auch die Gefahr, sich nicht weiterentwickeln zu können, da neue Einflüsse von außen fehlen. Doch Berberoglu meint, es wäre noch nicht an der Zeit, sich intensiv damit zu beschäftigen. Wichtiger erscheint ihm in erster Linie die Anschaffung einer Ballmaschine, ähnlich wie man sie aus dem Tennissport kennt. Doch die Finanzierung ist zur Zeit noch lange nicht gesichert, und die Schwarzkappen suchen händeringend weitere Sponsoren, um sich den Traum erfüllen zu können. "Dann könnten wir unser Training viel zielgerichteter gestalten und auch in der höheren Klasse oben vielleicht mitmischen", sagt Berberoglu.

Quelle: RP
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