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Lokalsport
Borussen gewinnen Spitzenspiel klar

Hanbdall-Oberliga. Gegen die SG Langenfeld kommen die Mönchengladbacher Oberliga-Handballer zu einem 38:30. So überraschend deutlich der Sieg ausfällt, ist er dennoch auch in dieser Höhe verdient, weil Borussias Konzept vollends aufgeht. Von Wiltrud Wolters

Kurz vor Schluss stimmten die Fans die Klassiker an: "Steht auf, wenn ihr Borussen seid" und "Oh, wie ist das schön..." hallte durch die Jahnhalle. Es war in der Tat ein schöner Abend für die Handballer von Borussia Mönchengladbach, denn im Spitzenspiel der Oberliga gegen die SG Langenfeld war nur eine Mannschaft Spitze. Borussia siegte 38:30, überraschend deutlich und dennoch auch in der Höhe verdient.

"Spitzenreiter, Spitzenreiter" skandierten die Spieler und tanzten dazu ausgelassen. Obwohl es erst der vierte Spieltag in der Oberliga war und der Weg zum Titel noch ein langer ist, hat Gladbach ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. In dieser Besetzung und in dieser Form ist mit der Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft erneut zu rechnen. "Heute lief aber auch alles glatt", sagte Trainer Tobias Elis. Seine Mannschaft benötigte etwa 40 Minuten, um sich die Gäste zurechtzulegen und dann auf beinahe jeder Position auszuspielen. Die Borussen schafften es in der ersten Hälfte mit hoher Laufbereitschaft in der Defensive, die starken Rückraumschützen der Langenfelder kaum in die richtigen Wurfpositionen kommen zu lassen. Die Gäste waren konstant gezwungen zu reagieren, während die Borussia agierte. Gästetrainer Dennis Werkmeister zog alle Register, probierte fast alle taktischen Variationen aus, aber nichts fruchtete. Hinzukam: Langenfelds Torhüter hielten fast keinen Ball.

Die Gäste bekamen in der Abwehr keinen Zugriff auf das Spiel, weil die Borussen konzentriert und konsequent bei ihrem Konzept blieben und auch dann nicht davon abwichen, als die Partie längst entschieden schien. Um die langen Kerle im Langenfelder Abwehrzentrum in Bewegung zu bringen, schickte Gladbachs Trainer seinen Kreisläufer Markus Nacken beinahe auf die Außenpositionen. Außerdem rochierten seine eigenen Rückraumspieler viel und suchten den Abschluss häufig nicht über die Mitte. Daniel Koenen, Patrick Ranftler, Tobias Eickmanns und Björn Marquardt lösten dies glänzend.

Über 12:7 und 14:11 ging Borussia mit 15:12 in die Pause. In der zweiten Hälfte sorgten die Borussen dann endgültig für Klarheit. Nach 45 Minuten führte das Team 26:20, nach 50 Minuten stand es 32:25. Diese Dominanz erspielten sich die Hausherren in der Offensive dank ihrer Geduld im Zusammenspiel auch bei angezeigtem Zeitspiel und durch ihre individuelle Klasse. Defensiv gibt es sicher Steigerungspotential. Da sahen die Gastgeber nicht immer gut aus. "Das war nicht problematisch, weil wir vorne immer nachgelegt haben", meinte Elis. Spitzenreiter, so sagte er, fühle sich richtig gut an. "Das ist es, was wir wollten", sagte Elis.

Tore Panitz (9), Marquardt (6), Koenen (6), Nacken (6), Ranftler (4), Eickmanns (3), Liesebach (3), Wilms (1).

Quelle: RP
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