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Borussia verkraftet Rote Karte gegen Panitz

Lokalsport: Borussia verkraftet Rote Karte gegen Panitz
Volltreffer der schmerzhaften Art: Borussias Daniel Panitz hat gerade mit einem direkten Freiwurf die Weichteile seines Gegenübers von der SG Überruhr getroffen. Er hebt zwar noch entschuldigend die Hand, das schützt ihn aber nicht vor der Roten Karte (kleines Bild). FOTO: Theo Titz
Handball. Der Oberligist besiegt Überruhr 34:28. In der Verbandsliga gewinnt Geistenbeck souverän 41:32, die TVK-Reserve verliert 23:26. Von Wiltrud Wolters

Borussia Mönchengladbach ist zurück in der Spur. Nach der 18:22-Niederlage in Wuppertal in der Vorwoche feierte der Oberligist gegen die SG Überruhr im letzten Spiel vor der kurzen Herbstferienpause nun einen überzeugenden 34:28 (17:10)-Erfolg. Da Spitzenreiter Dinslaken seine weißen Weste aber behalten hat, bleibt es für die Borussen bei einem Rückstand von vier Punkten auf den Primus.

"Jeder hat sich reingehauen. Das ist die Hauptsache", sagte Trainer Tobias Elis. Auch die, die nicht 60 Minuten im Blickpunkt standen: Timo Bautz ist ein Beispiel dafür. Der Kreisläufer musste lange auf der Bank ausharren und traf Sekunden nach seiner Einwechselung zum 29:23. Und auch die Torhüter Martynas Savonis und Hendrik Nietsch wurden nicht müde, ihre Mitspieler von der Seitenlinie aus pausenlos zu anzufeuern.

Schon früh stellten die Borussen die Weichen auf Sieg. Nach 2:2 zog Borussias Team, gestützt auf den starken Sven Plath im Tor, vielfach über Gegenstöße auf 6:3 und 10:4 davon. Der Coach konnte sich schon früh etwas entspannen. Obwohl die Gäste, angefeuert von ihren Fans, nicht nachließen und vor allem aus dem Rückraum über Pierre Sieberin (9) gefährlich wurden, verkürzten sie den Rückstand nicht nennenswert. Das lag an Borussias Offensivdrang. Mit hoher Laufbereitschaft und vielen Positionswechseln erarbeiteten sich die Spieler ihre Torchancen sowohl gegen die defensiv ausgerichtete Gästeabwehr wie auch später gegen die ganz offensive 3:3-Formation, die den Spielaufbau auf Höhe der Mittellinie erforderte. In der Spitze führten die Gastgeber mit zehn Toren. "In Summe hat unser Spielsystem funktioniert", sagte Elis erfreut.

Linksaußen Daniel Panitz (6) sah Ende der ersten Hälfte die Rote Karte, da er einen Gegenspieler bei einem Freiwurf in den Weichteilen traf. Milan Müller übernahm für ihn die Siebenmeter und verwandelte seine drei Versuche. Sascha Ranftler spielte für Panitz Linkaußen und warf zwei Tore. Außerdem waren die starken Moritz Krumschmidt (5) und Thomas Prinz (5), Berner (5), Baup (4), Bautz (2), Rose und Heitzer erfolgreich.

In der Verbandsliga behauptet der TV Geistenbeck seine Spitzenposition durch einen nie gefährdeten 41:32 (20:14)-Erfolg gegen den TV Jahn Hiesfeld. "Gegen einen Gegner, der nicht auf Augenhöhe war, haben wir das gut gemacht", sagte Trainer Thomas Laßeur. Der TVG durfte sich bei beinahe jedem Wurf auf das Tor der Gäste über einen Treffer freuen. Die Gastgeber, allen voran Nicolas Reinartz (5), Phillip Crews (12) oder Julian Schmidt (7) warfen nach Belieben, teilweise ohne jede Vorbereitung aus dem Stand und ohne jegliche Gegenwehr. Da es vorne so gut lief, konnten es sich die Geistenbecker erlauben, bisweilen etwas nachlässig zu verteidigen. Die vielen Gegentore seien "das Haar in der Suppe", so Laßeur. Er konnte viel wechseln und beispielsweise Felix Schumacher (1) längere Einsatzzeiten bei seinem Comeback geben. Der Coach ist zuversichtlich, dass das Lazarett nach und nach kleiner wird. "Die Reihen lichten sich", meinte der Trainer. Gegen Hiesfeld fehlten ihm gleich fünf Spieler. Die weiteren Tore warfen Schütte (4), Meissner (4), Hansen (3), Heynen (3), Poestges (2).

Der TV Korschenbroich II muss weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten. Bei der TS Grefrath unterlag der TVK 23:26 (10:13). Das Team lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der betrug schon in der ersten Hälfte teilweise fünf Tore. Nach dem Wechsel keimte beim 12:13 noch Hoffnung auf, doch die war nach weiteren Gegentoren bis zum 12:17 schnell dahin. Die TVK-Tore teilten sich Huckemann (9), Hoppe (4), Foerster (3), Wipperfürth (3), Menze (2), Steffens und Florenz.

Quelle: RP
 
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