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Lokalsport
Borussia will auch ohne Rhythmus zurück in die Erfolgsspur

Frauenfussball. Es war ein überzeugender Sieg - der aber keine Punkte einbrachte. Angesichts des spielfreien Wochenendes absolvierte Borussias Erste Frauenmannschaft vorigen Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen den Nord-Zweitligisten FSV Gütersloh, das sie 5:2 gewann. "Das war ein guter Test auf einem guten Niveau. Es hat Spaß gemacht - aber es ersetzt kein Pflichtspiel", sagte Mike Schmalenberg. Von Thomas Grulke

Borussias Trainer hätte liebend gerne auf den Freundschaftskick verzichtet. Zwar hätte sein Team am vorigen Wochenende ein Pflichtspiel gehabt, wäre es noch im DFB-Pokal vertreten gewesen, doch Meisterschaftspausen hat das Team darüber hinaus schon genug gehabt. Seit dem Ligastart in der Zweiten Bundesliga am 30. August gab es gerade einmal sechs Spieltage. "Das ist ein Manko, mit dem wir leben müssen. Sportlich ist eine solche Hinrunde mit vielen Pausen schwierig zu planen, weil man nie so richtig in den Rhythmus findet. Es ist schon angenehmer, jede Woche Spiele mit Wettkampfcharakter zu haben", sagt Schmalenberg.

Nun folgen bis Weihnachten immerhin noch fünf Meisterschaftsspiele für den Aufsteiger, den Anfang macht am Sonntag (14 Uhr) das Heimspiel im Grenzlandstadion gegen den VfL Sindelfingen. "Wir versuchen immer zu gewinnen, aber wir wissen auch, dass Sindelfingen ein starker Gegner mit viel Erfahrung in der Zweiten Liga ist. Der VfL mag zwar schlecht gestartet sein, aber in den vergangenen Spielen hat er sich schon gesteigert", sagt Gladbachs Coach. Sein Team dagegen habe das 0:4 bei Bayern München II, die erste Niederlage des Überraschungs-Zweiten, längst aufgearbeitet.

"Wir haben in München unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Doch wir waren lange Zeit ungeschlagen, vielleicht hat die Niederlage auch den positiven Effekt, dass wir künftig noch etwas mehr investieren", sagt Schmalenberg. Ungeachtet der bemerkenswerten Leistungen und Resultate in den ersten Saisonwochen waren er und Trainerkollege Kyle Berger nicht immer ganz zufrieden mit der fußballerischen Darbietung des Teams. "Wir müssen wieder zu unserer Spielkultur und zu mehr Struktur im Aufbauspiel finden. Wir haben gegen Gütersloh aber schon viel Positives gesehen", sagt er.

Einen Wermutstropfen gab es jedoch auch im Testspiel, da Topstürmerin Kelly Simons angeschlagen ausgewechselt werden musste. Schmalenberg hofft allerdings, dass die Niederländerin am Sonntag ebenso zur Verfügung steht wie Julia Koj, die in der Trainingswoche wegen leichter Kniebeschwerden vorsichtshalber pausiert hat.

Quelle: RP
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