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Lokalsport
Borussias Frauen dürfen vom Wiederaufstieg träumen

Frauenfußball. Der Tabellenführer der Zweiten Bundesliga siegt 6:2, Konkurrent Potsdam verliert. Trainer Schmalenberg tritt auf die Euphoriebremse. Von Georg Amend und Lisa Tellers

Borussias Frauenmannschaft darf weiter vom direkten Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga träumen. Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Henstedt-Ulzburg ließ der Tabellenführer selbst mit einem 6:2 (3:0)-Sieg nichts anbrennen, zugleich verlor der bis dato punktgleiche Konkurrent Turbine Potsdam II sein Heimspiel gegen den Tabellendritten VfL Wolfsburg II mit 0:1 - damit haben die Gladbacherinnen nun einen Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze. Und da die Zweitvertretungen von Wolfsburg und Potsdam nicht aufsteigen dürfen, sind es sogar sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Aufstiegskonkurrenten SV Meppen, der allerdings noch ein Spiel weniger absolviert hat.

Träumen sei zwar erlaubt, sagte Borussias Trainer Mike Schmalenberg, er verwies aber auf einen durch Verletzungen relativ schmal gewordenen Kader und meinte daher: "Das Ziel ist weiterhin, einen Platz unter den ersten Fünf zu erreichen, damit wir uns für die eingleisige Zweite Liga im nächsten Jahr qualifizieren. Jetzt kommen die Spiele gegen Wolfsburg und Meppen. Erst, wenn wir die erfolgreich gestaltet und unsere aktuelle Platzierung verteidigt haben, können wir die Saisonziele anpassen."

Gegen Henstedt sorgte Paula Petri früh für das 1:0 (7. Minute), Kelly Simons (35.) und Vanessa Wahlen (43.) erhöhten. Nach der Pause verkürzten die Gäste durch einen Strafstoß von Alina Witt (51.), den Alina Busshuven verursacht hatte. "Sie hat mit 16 gerade ihr erstes Spiel gemacht und ist da etwas ungestüm in den Zweikampf gegangen. Das kann passieren", sagte Schmalenberg. Kerstin Bogenschütz verwandelte ebenfalls einen Strafstoß zur 4:1-Führung (64.), Christin Martinas Treffer zum 2:4 (70.) konterten die Gladbacherinnen durch Jule Dahlmanns (72.) und Simons' Tore (78.).

Borussias Zweitvertretung hat in der Regionalliga 2:0 beim CfR Links gewonnen. Myrna van Aken gelang das 1:0 für die Gäste (50.), Natalie Löwe unterlief ein Eigentor zum 2:0.

Der 1. FC Mönchengladbach hat mit einem deutlichen 6:0 seinen ersten Sieg gegen Jägerhaus Linde überhaupt einfahren. Zur Halbzeit führte der FC 3:0 (Weyers, Stinshoff, Eigentor) und die Gastgeber hatten einen Elfmeter verschossen. In der zweiten Hälfte erhöhten Resech (2) und Akkus. "Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob zollen. Alle haben heute konzentriert gespielt und sich an die taktischen Vorgaben gehalten", sagte Trainer Marcel Leicher.

So richtig einordnen konnte FSC-Trainer Wolfgang Wassenberg das 1:1 gegen den direkten Konkurrenten Schonnebeck nicht. "Einerseits sind wir nicht zufrieden, andererseits auch nicht unzufrieden, denn mir fehlten heute acht Spielerinnen. Trotzdem hätten wir gewinnen müssen", sagte Wassenberg. Nach dem 0:1-Rückstand in der ersten Hälfte erzielte Celine Höfels den verdienten Ausgleich (63.). Der FSC ließ etliche Torchancen aus und damit auch die Chance, an Schonnebeck in der Tabelle vorbeizuziehen.

Quelle: RP
 
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