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Lokalsport
Borussias Handballer müssen "Bock haben", findet ihr Trainer

Handball. Sieben Spieltage vor dem Saisonende dürfen die Handballer von Borussia Mönchengladbach doch noch einmal ganz zart vom Titel in der Oberliga träumen. Weil der Tabellenführer MTV Rheinwacht Dinslaken schwächelte und vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnte, schmolz der einst so gigantische Vorsprung zusammen. Remscheid lauert nur noch einen Zähler hinter Dinslaken. Die Borussen gehen als Dritter mit drei Punkten Rückstand in die letzten Partien. Morgen (19.30 Uhr) kommt in der HSG Wesel der Vorletzte nach Mönchengladbach.

Aufgrund der Platzierungen sind die Rollen klar verteilt, doch leicht dürfte es deshalb keinesfalls für die Borussen werden. Schließlich kämpfen die Weseler gegen den Abstieg und überraschten vergangene Woche mit einem 31:23-Sieg gegen Unitas Haan. "Wir dürfen sie auf gar keinen Fall unterschätzen", sagt Borussia-Trainer Tobias Elis. Aus der Erfahrung in dieser Spielzeit weiß er, dass seine Truppe gerade in den Partien, in denen sie vermeintlich leichtes Spiel hat, nicht auf Touren kommt und Punkte verliert. "Wir müssen Bock haben und 100 Prozent abrufen. Wenn wir Motivation, Laufbereitschaft und Teamgeist der letzten Wochen bringen, sollte ein Sieg drin sein", sagt Elis.

Er arbeitet mit seinem Team daran, die einstudierten Spielzüge zu variieren. "Am Ende der Saison wissen alle, wie der andere spielt. Deshalb wollen wir leichte Veränderungen einbauen", erklärt der Trainer. Außerdem werden Alternativen im Mittelblock getestet, denn unter Umständen fällt Moritz Krumschmidt mit Schulterproblemen aus. Neben Krumschmidt stehen Thomas Prinz sowie die Kreisläufer Antoine Baup und Timo Bautz für die beiden Abwehrpositionen im Zentrum im Normalfall zur Verfügung. Nun soll sich auch Tobias Eickmanns dort eingewöhnen. "Für alle Fälle", sagt Elis. Es sei wichtig, dass sich im Zusammenspiel alle sicher fühlten. Neben Krumschmidt drohen auch die Torhüter Sven Plath (erkrankt) und Martynas Savonis (Arbeitsunfall) auszufallen.

Für Verbandsligist TV Geistenbeck steht vor der Osterpause viel auf dem Spiel. Im Verfolgerduell erwartet der Tabellenzweite den Fünften, TuS TD Lank (morgen, 19 Uhr). Im Hinspiel erlebten die Geistenbecker eine der bittersten Stunden in dieser Spielzeit. Beim 19:30 kam der TVG mächtig unter die Räder und hat nun viel gut und besser zu machen. Immerhin: Zu Hause in Mülfort läuft es bestens. Vor heimischer Kulisse mussten sich die Geistenbecker erst ein einziges Mal geschlagen geben. Die Partie ist auch ein Vergleich der beiden bisher besten Torschützen der Liga. Lanks Philipp Menkenhagen führt die Liste mit 123 Treffern an. Direkt dahinter folgt Geistenbecks Phillip Crews mit 115 Toren. Mit Blick auf die Tabelle stehen die Gäste mehr unter Druck. Eine Niederlage wäre wohl gleichbedeutend mit dem Aus im Kampf um die Meisterschaft, denn nach Minuspunkten beträgt Lanks Rückstand auf Primus Lobberich bereits sechs Zähler, beim TVG sind es drei.

Der TV Korschenbroich II muss bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen antreten. Für die Truppe von Ronny Rogawska geht es erneut darum, dringend benötigte Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu holen. Der TVK II, Jahn Hiesfeld und die TS St. Tönis liegen mit elf Pluspunkten derzeit gleichauf. Sofern es einen dritten Absteiger neben dem zurückgezogenen Team des Rheydter TV und Schlusslicht Bottrop geben sollte, dürfte es die schwächste Mannschaft dieses Trios erwischen.

(wiwo)
 
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