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Lokalsport
Chef Röhrhoff vertraut der FC-Mannschaft

Fussball. Der Aufsteiger ist in der Oberliga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Trainer Stephan Houben ist unzufrieden, der Vorsitzende bleibt aber gelassen. Von Kurt Theuerzeit

So hatte man Stephan Houben bisher noch nicht erlebt. Der FC-Trainer, der sich sonst immer vor seine Spieler stellte, tat ihnen schon während der Partie gegen Hönnepel-Niedermörmter verbal seine absolute Unzufriedenheit lautstark kund. Nach der 1:2-Niederlage faltete er sie noch einmal wortreich intensiv zusammen. Es war eine ganz außergewöhnliche Situation nach einer ganz außergewöhnlich missratenen Präsentation seiner Mannschaft.

Die Folge ist in der Tabelle ablesbar. Zum ersten Mal nach dem 26. August rutschte der FC wieder auf einen Abstiegsplatz der Oberliga-Tabelle. Eine Katastrophe? Nicht für den Vorsitzenden Uwe Röhrhoff. "Solche Spiele kommen eben vor. Wir haben nicht mehr als ein paar Spiele verloren. Wir haben am Sonntag viele Fehler gemacht. Ich habe aber vollstes Vertrauen zu der Mannschaft. Sie wird zukünftig ihr Bestes geben", sagt er.

Allerdings wird Stephan Houben künftig beim Training die Zügel anziehen. Entschuldigungen wegen kleiner Blessuren oder anderer Verhinderungen wird er nicht mehr akzeptieren. "Wer sonntags spielen will, muss auch trainiert haben. Da gibt es kein Entgegenkommen mehr." Doch eine entscheidende Misere wird der Trainer nicht so einfach abstellen können: die Torflaute.

Erst 13 Tore hat der FC auf seinem Konto, dabei sogar ein Eigentor eines Gegners. Damit liegt man in der Oberliga auf dem letzten Platz. Enrico Zentsch, der schon bei seinem ersten Einsatz nach Sekunden traf, hatte sich danach bald so schwer verletzt, dass er frühestens zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen wird. Vielleicht könnte sich dann auch noch einmal Thorsten Lippold bereit erklären, in die Bresche zu springen. Uwe Röhrhoff stellt klar: "Wir werden in der Winterpause keine neuen Spieler holen."

Nun ist die aktuelle Momentaufnahme sicherlich nicht erfreulich, aber auch nicht unbedingt beunruhigend. Die Defensivabteilung ist hinter dem Führungs-Quartett der Liga die Beste. Durchaus der Garant für den ein oder anderen Punkt bis zur Winterpause. Sollte die Mannschaft bei den ausstehenden Spielen noch drei oder mehr Punkte holen, hätte sie durchaus das Soll erfüllt.

Beim Restprogramm bis zur Winterpause muss der FC aber bestimmt anders auftreten als am vorigen Spieltag. Am Sonntag wird es schon bei Düsseldorf-West nicht leicht sein, einen Punkt mitzunehmen. "Ich setzte darauf, dass sich die Mannschaft einen Ruck gibt und sich wieder von ihrer besten Seite präsentieren will und wird", sagt Houben. Eine Woche später müssten die Westender bei Dinslaken-Hiesfeld (Platz 16) mindestens einen Punkt mitgenehmen. Bei den folgenden Heimspielen gegen den KFC Uerdingen und Schonnebeck ist der FC dann sicher nicht unbedingt Favorit.

Quelle: RP
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