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Lokalsport
Das 0:8 in Nettetal kann für den SV Lürrip sogar hilfreich sein

Mönchengladbach. Der Trainer war zufrieden. "Ja, es läuft sehr gut bei uns, vielleicht sogar zu gut. Ich hoffe, dass die Jungs auf dem Teppich bleiben und nicht abheben", sagte Lürrips Trainer Markus Lehnen einen Tag vor dem Testspiel der Lürriper beim Landesligisten Union Nettetal. Von Kurt Theuerzeit

Prompt folgte die kalte Dusche für Lehnen und die Seinen, und zwar eine sehr heftige: Mit 0:8 wurde der Bezirksligist so richtig nass gemacht und bekamen deutlich ihre sportlichen Grenzen aufgezeigt. "Diese Niederlage kam zur rechten Zeit, nachdem wir zuvor unsere Vorbereitungsspiele hervorragend gemeistert hatten. Das war eine Lehrstunde, ein Arbeitsunfall, der uns vor dem Abheben bewahrt", sagte Markus Lehnen. Die Saisonvorbereitung ist eben auch da, solche Erkenntnisse einzusammeln.

Am Tag darauf analysierte Lehnen diese Niederlage eine Stunde lang mit dem gesamten Kader. Offensichtlich mit Erfolg, denn am vergangenen Wochenende gewann man das Turnier beim SC Rheindahlen. "Das war eine gute Reaktion, die zeigt, dass es bei uns stimmt. Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass wir bis zum Spiel gegen Nettetal nicht nur gut während der Vorbereitung gearbeitet haben, sondern auch tolle Ergebnisse erzielt haben", bleibt Lehnen optimistisch.

Seit Beginn der Vorbereitung hat sich in seinem Kader eine positive Entwicklung ergeben. "Die vielen jungen Leute, die wir dazu genommen haben, geben Gas und machen sportlich Druck, der sich positiv auf die Leistungsbereitschaft des gesamten Kaders auswirkt", sagt Lürrips Fußballobmann Andreas Zimmermann. Er war fast immer bei den Einheiten anwesend und ist sich sicher, dass die Jugend den Routiniers Dampf gemacht hat. "Es macht Spaß, den ehrgeizigen jungen Leuten zuzusehen. Sie sorgen für eine hohe Trainingsbeteiligung und machen deutlich, dass keinem ein Stammplatz so einfach zufällt", sagt er.

Die positiven Eindrücke der Verantwortlichen bestätigten die jungen Akteure in vielen Testspielen. Viermal traten sie an, viermal wurde gewonnen. Dabei war der Start mit einem deutlichen 4:1-Erfolg gegen den Landesligisten Jüchen schon ein erstes positives Signal. Rheindahlen wurde 3:0 geschlagen, gegen Anrath reichte es "nur" zu einem 1:0 und der Rheydter SV wurde mit 9:2 abgefertigt. "Ich bin sicher, dass es von unseren eigenen A-Junioren noch drei oder vier direkt in den Kader der Ersten Mannschaft schaffen", sagt Zimmermann.

Allerdings sind die Lürriper nicht so vermessen, sich als Meisterschaftskandidat zu sehen. Die jungen Spieler müssen sich über einen längeren Zeitraum in der Bezirksliga bewähren und dabei Durchstehvermögen zeigen. Die böse 0:8-Schlappe in Nettetal könnte daher für die Zukunft sogar hilfreich gewesen sein.

Quelle: RP
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