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Lokalsport
Das Wolfpack hat sich sinnvoll verstärkt und ist gut vorbereitet

American Football. Die American Footballer aus Mönchengladbach starten am Sonntag bei den Gelsenkirchen Devils in die neue Oberliga-Saison. Von Horst Höckendorf

Fast drei Monate ohne American Football liegen zwischen dem Super Bowl in den USA und dem Auftakt der Footballsaison in Deutschland. Auch das Mönchengladbacher Wolfpack wartet gespannt auf die neue Oberliga-Saison, die am Sonntag (15 Uhr) mit dem Spiel bei den Gelsenkirchen Devils beginnt.

Eine fast fünfmonatige Vorbereitung, aber nur ein Testspiel und eine Scrimmage (jedes Team muss dabei versuchen, zehn Versuche erfolgreich abzuschließen) "sollten für die anstehende Saison reichen", erklärt Cheftrainer David Lux und geht dann ins Detail: "Wir hatten einige Trainingstage in Belgien und dabei das Pech, dass zwei von drei Scrimmages wegen Schnee abgesagt wurden. Und das Testspiel in Remscheid ging zwar mit 19:42 verloren, aber rechnet man die Einsatzzeiten des amerikanischen Quarterbacks heraus, hätten wir das Spiel gewonnen", erzählt Lux. Ob die Maßnahmen zum Teambuilding gefruchtet haben, wird sich zeigen. Lux geht es in erster Linie um die Tiefe des Kaders und auch um Erfahrung. Das Wolfpack habe sich "sinnvoll verstärkt" mit Spielern der niederländischen Nationalmannschaft und ehemaligen Spieler mit GFL-Erfahrung. "Zwar käme ein Aufstieg zu früh, wir planen lieber längerfristig und dann auch nachhaltig. Aber wir wollen uns immer weiter verbessern. Deshalb müssen wir die Oberliga-Saison mit einem positiven Ergebnis beenden. Also Rang drei und mehr Siege als Niederlagen", sagt der Cheftrainer zum Ausblick. Unverändert bleibt das Ziel Regionalliga-Aufstieg für den Zeitraum 2019 oder 2020, danach will sich das Wolfpack dann in der neuen Liga etablieren.

Im Hinblick darauf war auch ein Rookie schon in der Startformation gegen Remscheid zu finden. "Er hat seine Sache schon hervorragend gemacht", schwärmt Lux. Zumindest ohne nennenswerte Verletzungen ging die lange Vorbereitungsphase über die Bühne. "Wir haben Training und Inhalte wohl dosiert, so dass wir zum Start auf 54 Spieler zurückgreifen können", sagt der Übungsleiter.

Mit dem Auftakt in Gelsenkirchen sei noch einiges aus der Vorsaison gutzumachen. Zwar zählt das Team aus dem Ruhrpott neben Absteiger Aachen zu den Favoriten, ist aber schlagbar. Ein weiteres neues Team in der Liga ist Duisburg, das Lux gut kennt. Der dritte Neuling sind die Münster Blackhawks, deren Kader zum Teil aus abgewanderten Spielern des Ortsrivalen Münster Mammuts bestehen soll. Beide Teams seien derzeit schwer einzuschätzen, sagt Lux, doch wie üblich hat er seine Spielbeobachter auf den Plätzen der Konkurrenten. Er will eben gut vorbereitet sein. Dass der persönliche Titel-Favorit des Wolfpack-Trainers gleich zum Saisonauftakt die Gegner ist, kann somit gleich richtungsweisend sein.

Quelle: RP
 
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