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Thema Gladbachs Torhüter
Der Branchenführer der Torhüter

Thema Gladbachs Torhüter: Der Branchenführer der Torhüter
Routinier in Aktion: Peter Dreßen spielte von der Ober - bis zur Kreisliga A schon in allen Amateurklassen. Im Sommer wechselte der 34-Jährige vom 1. FC Mönchengladbach zur DJK/VfL Giesenkirchen. FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. Für Peter Dreßen besteht das Leben nicht nur aus Fußball. Er will künftig mehr Zeit für andere Lebensbereiche haben. Deshalb wechselte er jetzt vom 1. FC nach Giesenkirchen in die Bezirksliga.

Giesenkirchen Peter Dreßen ist wohl der Branchenführer der Mönchengladbacher Torhüter. Auf jeden Fall ist er mit 34 Jahren der Älteste seiner Zunft, der auch von der Kreisliga A bis zur Oberliga in allen Amateurklassen gespielt hat. In der vorigen Saison spielte er noch für den 1. FC Mönchengladbach in der Oberliga Niederrhein, nun verstärkt er Aufsteiger DJK/VfL Giesenkirchen in der Bezirksliga. Ein Schritt, den sich Peter Dreßen gründlich überlegt hat, denn er will auch für andere wichtige Lebensbereiche Zeit haben, wie er im Gespräch mit Kurt Theuerzeit sagte.

Der Abschied vom 1. FC Mönchengladbach kam wie der Wechsel nach Giesenkirchen für viele ein wenig überraschend.

Dreßen Als Junior-Chef in einer bekannten Rheydter Metzgerei habe ich schon beruflich alle Hände voll zu tun. Zudem hat nach den vielen Jahren im Fußball mein Körper gelitten. Da zwickt und zwackt es schon häufiger als früher. Bei uns stellt sich demnächst Nachwuchs ein. Für den und meine Frau will ich mehr Zeit haben. Alles Gründe, kürzer zu treten. Vielleicht war aber auch ein Tapetenwechsel sinnvoll.

Ihre Position gibt es in einer Mannschaft immer nur einmal. Welche Probleme ergeben sich für die Torhüter?

Dreßen Klar, wir sind alle Einzelkämpfer. Aber gerade deshalb reizt mich der Posten. Man kann sich 90 Minuten keine Auszeit nehmen. Wenn ich nicht immer unter Beschuss stehen will, muss ich meinen Vorderleuten helfen, Kommandos zum Verschieben geben. Je mehr man spricht, desto leichter wird dann das Fußballspielen.

Aber das Reden hilft wohl nicht immer. Da passieren auch ab und zu Missgeschicke ...

Dreßen So ein richtig dämliches Ding habe ich mir bisher nicht eingefangen. Gegen Kalkum in der vorigen Saison hatte ich den Ball scheinbar sicher, aber dann rutschte er mir doch durch die Hände ins Tor. Schwierig war es für mich aber immer bei den Wochenspielen. Da fehlte in den ersten Minuten nach einem harten Arbeitstag ab und zu die Konzentration.

Sicher sind Ihnen aber auch eine Reihe Erfolgserlebnisse vergönnt gewesen.

Dreßen Wenn ich bei diesen Wochenspielen nach einem Fehlgriff dann so gut gehalten habe, dass wir noch Punkte sammeln konnten. Das war beim 3:3 in Meerbusch in der vergangenen Saison der Fall. Meine Zeit beim SGV Freiberg in der Baden-Württembergischen Oberliga war sicherlich ein Highlight in meiner Fußballlaufbahn. Dazu kommt natürlich vor gut einem Jahr der Aufstieg mit dem 1. FC in die Oberliga, den wir am letzten Spieltag mit einem Sieg in Nettetal klar machten, wobei wir sehr unter Zugzwang standen, aber große Nervenstärke bewiesen haben. Ein solches Spiel bleibt natürlich sehr positiv im Gedächtnis.

Ihr neuer Klub Giesenkirchen ist sicherlich ein wenig anders strukturiert als der 1. FC Mönchengladbach.

Dreßen Jeder Verein hat so seine Eigenart. Beim FC Heilbronn hatten wir ein tolles Team. Da war ich wegen des Zusammenhalts sehr zufrieden. In Freiberg lief alles schon sehr professionell. In Giesenkirchen legt sich Vorsitzender Holger Drever mächtig ins Zeug. Nach dem Training oder den Spielen gibt es auch noch andere Themen in der Mannschaft als nur Fußball. Es ist ein guter Zusammenhalt gegeben. Ich fühle mich sehr wohl und bin sicher, den richtigen Schritt getan zu haben.

Wie schätzen Sie die Stärke des Giesenkirchener Kaders ein?

Dreßen Unsere Chancenauswertung kann und muss sicherlich noch optimiert werden. Die Abwehr steht sehr gut. Da stehen vor mir Spieler, die sehr zuverlässig sind. Allerdings haben wir im Moment viele Verletzte. Ich hoffe, dass wir das irgendwie kompensieren können. Wenn das kein Dauerzustand ist, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Bereits am Samstag starten Sie um 17 Uhr mit dem Derby gegen den SV Lürrip in die Saison.

Dreßen Wir müssen uns da richtig reinhängen, weil wir eben nicht alle Spieler zur Verfügung haben. Unseren tollen Fans wollen wir gerade zur Saisoneröffnung beim Heimspiel eine gute Leistung bieten und uns als Liga-Neuling gut verkaufen.

Quelle: RP
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