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Marcel Winkens
"Der Klassenerhalt hat sehr viel Substanz gekostet"

Mönchengladbach. Der Trainer verlässt mit seinem Kollegen Christoph Coersten den Landesligisten 1. FC Mönchengladbach.

fussball In der Hinserie war die junge Truppe des 1. FC Mönchengladbach bei den Gegnern ein gern gesehener Punktelieferant. In der Rückrunde dagegen wurde die Mannschaft zu einem gefürchteten Kontrahenten, der nicht nur viele Punkte mitnahm, sondern viele Klubs auch mit deutlichen Niederlagen bedachte. Sicherlich ein toller Erfolg für das Trainerteam Marcel Winkens/Christoph Coersten, das aber am Saisonende aufhört und eine neue Herausforderung gefunden hat. Kurt Theuerzeit sprach mit dem scheidenden Trainer des Landesligisten.

Was stimmte in der Hinrunde nicht? Waren Spieler und Trainerteam zu unerfahren?

Winkens Bei einem totalen Umbruch ist es immer schwer, wenn man nicht direkt mit Siegen startet. Dennoch kam nach sieben Spielen mit nur einer Niederlage dennoch ein großer Einbruch zustande, weil erfahrenere Spieler nicht in der Lage waren, ihr Potenzial abzurufen und nicht mannschaftsdienlich agierten. Das mussten wir ändern und haben das dann entsprechend korrigiert.

Welche Erfahrungen sind für Sie neu gewesen?

Winkens Einen Kader mit knapp 30 Spielern zu betreuen, ist natürlich nicht einfach, denn es kommt zu Komplikationen. Wir waren als Trainer in weit mehr Bereichen gefordert als das eigentlich üblich ist. Wir haben Herrn Röhrhoff sehr viel zu verdanken und haben alles unternommen, damit wir mit ersten Mannschaft und Reserve die Klassen halten. Das ist uns zwar sehr gut gelungen, hat aber auch viel Substanz gekostet.

Bedauern Sie jetzt, dass Sie frühzeitig die Weiterarbeit beim FC ausgeschlossen haben? Die Mannschaft hat sich gefunden, gehört in der Rückrunde zu den besten der Liga.

Winkens Nein, sportlich gesehen hätten wir zwar gerne diese Mannschaft zwei Jahre weiter betreut, um noch einmal in die Oberliga aufzusteigen, aber wir konnten und wollten den zusätzlichen Zeitaufwand und die Kraft für die organisatorischen Tätigkeiten nicht mehr aufbringen.

Trauern Sie nicht dennoch der Chance nach, mit diesem Team in der kommenden Saison den Erfolgsweg fortsetzen zu können?

Winkens Nein, dafür fehlen zur Zeit einfach das Umfeld und das Personal. Wir wünschen unseren Nachfolgern mit dieser hochbegabten und charakterlich starken Truppe viel Erfolg und hoffen, dass Markus Horsch und Wolla Brück diesen Weg erfolgreich fortführen.

Eigentlich hatten Sie vor, ein weiteres Lehrjahr bei einem Spitzenklub einzulegen. Nun haben Sie sich entschieden mit Christoph Coersten und Tobias Klötzer wieder in den Juniorenbereich zu wechseln.

Winkens Meine beiden geplanten Hospitationen möchte ich nach wie vor durchführen, die ebenfalls im Jugendbereich liegen. Der TSV Meerbusch und auch Oberliga-Trainer Toni Molina haben sich sehr um uns bemüht. Wir sollen die Jugendabteilung auf eine höhere Ebene bringen, und dazu finden wir ein Umfeld vor, das uns dabei unterstützt. Wir können die Arbeit machen, für die man uns geholt hat. Wir arbeiten ausschließlich als Trainer mit dem Ziel, Spieler zu entwickeln. Das können wir nachweislich sehr gut.

Sie spielen am Sonntag gegen Nievenheim, dann gegen Amern. Kommen in diesen Spielen noch sechs Punkte zusätzlich auf das Konto?

Winkens Wäre schön, dann hätten Herr Röhrhoff und ich mit unserer Prognose, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, Recht behalten.

Quelle: RP
 
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