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Lokalsport
Der neue Geschäftsführer spielt auch in der "Ersten"

Fussball. Während sich etliche Vereine über mangelnden Nachwuchs in der Vereinsführung beklagen, geht es beim SC Rheindahlen rasant voran. Seit der Hauptversammlung vor einem Monat besetzen die Positionen Geschäftsführer und Schatzmeister sowie deren Ersatzleute Vertreter der jungen Generation. Von Horst Höckendorf

Für Norbert Hübner, den Vorsitzenden des Sportclubs, ist es die richtige Zeit, die Verjüngungskur innerhalb des Vereins weiter zu führen. Gezwungenermaßen hat dieser Wandel vor nicht allzu langer Zeit begonnen, als die Erste Mannschaft etliche Spieler verlor. Aufgefüllt wurden die Abgänge mit A-Junioren, die ihre Sache recht gut machten. Warum also auch nicht junge Vereinsmitglieder mit der Vorstandsarbeit betrauen.

"Ohne die Unterstützung der jungen Leute ist ein Vorstand heutzutage nicht mehr aufrecht zu erhalten. Ich bin der Meinung, ein Verein muss wie eine Firma geführt werden. Dass tagtäglich alle Aufgaben auf einem einzigen Schreibtisch landen, ist nicht mehr machbar", sagt Norbert Hübner, selbst Mittelständler.

Der zum neuen Geschäftsführer gewählte Kay Hübner geht die neue Aufgabe recht selbstbewusst an. "Ich habe in der Firma meines Vaters viel gelernt und werde dies hier mit einbringen. Zudem stehen mir die Ehemaligen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem habe ich das Glück, meine Tätigkeiten zeitlich frei gestalten zu können", sagt der 24-jährige Junior, der auch noch in der Ersten Mannschaft spielt.

Sportlich ging es nach dem schnellen Aufstieg aus der Kreisliga B bis hinauf in die Landesliga ebenso schnell bergab bis hinunter in die Kreisliga A. Nach den vielen personellen Änderungen hat sich das Team mittlerweile gefunden und befindet sich aktuell auf Rang fünf fast in Schlagweite zum Rheydter SV. "Wir haben die Verträge mit dem Trainerteam verlängert, weil wir ihnen noch einiges zutrauen", sagt Norbert Hübner. Zudem stoßen in der nächsten Saison über zehn A-Junioren zu den Senioren der Ersten und Zweiten Mannschaft. Personelle Probleme sind somit wohl ausgeschlossen.

Trotz allem werden Gespräche mit potenziellen Neuzugängen geführt. Doch solange nichts fix ist, werden keine Namen genannt. Der SC Rheindahlen hofft, dass sich der "Jugendweg" irgendwann auch zumindest in Form eines Aufstiegs zurück in die Bezirksliga auszahlt.

Quelle: RP
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