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Lokalsport
Der Traum vom Judo-Titel zerplatzt

Lokalsport: Der Traum vom Judo-Titel zerplatzt
Prächtig gefüllt war die Jahnhalle am Samstag. Zuschauer, Kampfrichter, Athleten, Trainer und Betreuer sorgen für dieses Wimmelbild aus der Vogelperspektive. FOTO: Theo Titz
Judo. Trotz Heimvorteil müssen sich die Bundesligafrauen des 1. JC bei der Endrunde wie im Vorjahr mit der Bronzemedaille begnügen. Von Sebastian Eussem

Der Samstag in der üppig gefüllten Jahnhalle stand fest im Zeichen der besten nationalen Judokas. Neben dem 1. Judo-Club Mönchengladbach, der in der heimischen Gruppe Nord ohne jeden Punktverlust ins Finale gestürmt war, hatten sich auch der lautstark unterstützte JC 66 Bottrop und die SUA Witten aus selbiger Gruppe für die Endrunde qualifiziert.

Das sechs Mannschaften starke Teilnehmerfeld wurde durch die drei besten Teams aus dem Süden, JSV Speyer, TSG Backnang und JC Wiesbaden, komplettiert. Während die Gastgeber neben dem letztjährigen Vizemeister Speyer als Sieger ihrer Gruppen bereits für das Halbfinale qualifiziert waren, duellierten sich die vier anderen Teams um die beiden freien Plätze in der Vorschlussrunde. Mit deutlichen Siegen (Wiesbaden - Witten: 9:4/Backnang - Bottrop: 9:5) standen die Paarungen für die Halbfinals fest.

Mit dem Halbfinale startete dann also auch der Gastgeber aus der Jahnhalle ins Turnier, er musste sich bei der Auseinandersetzung gegen Backnang aber knapp mit 6:8 geschlagen geben. Nach einem verpatzten Start und drei Niederlagen zu Beginn schafften die Gladbacher Judo-Frauen durch wichtige Punkte zwar den Ausgleich, trotzdem ging es mit einem knappen 3:4-Rückstand in den zweiten Durchgang, den die Schützlinge vom Trainergespann Stefan Küppers/Edda Karlsson dann nicht mehr drehen konnten. Nach dem 6:8 teilte sich der 1.JC gemeinsam mit Wiesbaden den dritten Platz. Während Speyer das Finale mit 9:5 dominierte und den Titel sicherte, reichte es für den JC nach 2005, 2011 und 2014 zum vierten Mal nur zur Bronze-Medaille: Trainerin Karlsson konnte die Enttäuschung nicht verbergen: "Es ist schon ärgerlich. Aber das Team hat super gefightet, vor allem die Leistungen von Julia Tillmanns und Sheena Zander müssen hervorgehoben werden. Man hat das Potential der Mannschaft gesehen, wir können bewusst sagen, dass wir eine der besten Mannschaften in Deutschland sind." Kampfsport-Experte und Eurosport-Kommentator Alexander von der Groeben, der als Moderator durch das Turnier führte, fand lobende Worte für die Planungs-Arbeit des 1. JC: "Was der Verein auf die Beine gestellt hat, ist außergewöhnlich", sagte er.

Quelle: RP
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