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Lokalsport
Der TVK will den Aufwind nutzen

Handball. Korschenbroich ist gegen Dormagen Außenseiter. Trotzdem will das Team von Ronny Rogawska alles probieren. Von Wiltrud Wolters

Mit dem letzten Sieg in Ahlen, dem zweiten in der laufenden Saison, verspüren die Drittliga-Handballer des TV Korschenbroich ein wenig Aufwind. Am Samstag (19.30 Uhr, Waldsporthalle) geht die Mannschaft von Ronny Rogawska dennoch als Außenseiter in die Partie gegen den TSV Bayer Dormagen.

Dormagen startete mit 14:2 Punkten glänzend in die Saison. Das Team um Trainer Alex Koke verlor lediglich gegen Spitzenreiter Eintracht Hagen und belegt derzeit den dritten Tabellenplatz. "Sie sind der klare Favorit, auch gegen uns. Das ist schon eine richtig starke Mannschaft", sagte Korschenbroichs dänischer Trainer. Die Basis des Erfolges legen die Dormagener in ihrer bärenstarken Defensive, gestützt auf Keeper Sven Bartmann. Die Mannschaft verfügt über routinierte und zweitligaerfahrene Spieler, hinzu kommen überaus talentierte A-Jugendliche wie Lukas Stutzke. Maximilian Bettin, der mit einem Doppelspielrecht auch in der Bundesliga für den Bergischen HC aufläuft, ist in den Augen von Rogawska einer der besten Linkshänder in der Liga.

"Man sagt oft, dass man in so einem Spiel nichts zu verlieren habe, aber unter dem Strich hat man immer etwas zu verlieren, nämlich zwei Punkte", sagt Rogawska. Ihm geht es darum, dass sich seine Mannschaft so teuer wie möglich verkauft. "Wir werden alles probieren. Auch gegen einen guten Gegner ist es an einem guten Tag möglich, die Oberhand zu gewinnen", sagt der Coach. Natürlich wird er sich auch taktisch etwas einfallen lassen, um die Dormagener eventuell überraschen zu können. "Wir arbeiten fleißig daran", sagt er. Wichtig sei es, das beim Sieg in Ahlen gewonnene Selbstvertrauen auch gegen Dormagen aufs Feld bringen zu können. "Wir sind befreiter im Kopf und können frisch und fröhlich zu Werke gehen", erklärt Rogawska.

Für Korschenbroichs neuen Torhüter Max Jäger steht die Partie gegen Dormagen unter einem besonderen Stern. Er trifft auf seinen ehemaligen Verein.

In der Regionalliga sehnt Borussia ein Erfolgserlebnis herbei. Die Mannschaft steckt noch ohne zählbaren Erfolg im Tabellenkeller fest. Für den Verein, die Verantwortlichen und nicht zuletzt die Spieler ist das eine absolut ungewohnte Situation. Am Samstag (19.30 Uhr, Jahnhalle) haben die Akteure die nächste Chance, sich selbst aus der Krise zu arbeiten.

Borussia erwartet mit Tusem Essen II allerdings einen überaus unangenehmen Gegner. Die mit Talenten gespickte, junge Essener Mannschaft belegt mit 6:4 Punkten den sechsten Tabellenplatz. Für die Borussen kommt es darauf an, kompakt in der Defensive zu verteidigen und im Angriff die Fehlerquote deutlich zu reduzieren, denn der Borussen-Motor stottert vor allem in der Offensive. Nur drei Teams haben bisher weniger Tore geworfen als die Borussen.

Quelle: RP
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