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Lokalsport
Derby-Siege für FC und Giesenkirchen

Fussball-Bezirksliga. Rassige Nachbarschaftsduelle sehen anders aus. Spielerisch wurde Magerkost geboten. Es gab nur zwei Tore. Eins reichte der FC-Reserve zum Sieg gegen Lürrip. Spitzenreiter Giesenkirchen traf bei Blau-Weiß Meer auch nur einmal. Von Kurt Theuerzeit

Nur zwei Tore waren bei den beiden Mönchengladbacher Derbys zu bewundern. Spielerisch wurde bei beiden Begegnungen eher Magerkost geboten. Der Aufwärtstrend der Lürriper ist durch die 0:1-Niederlage ein wenig gebremst. Die FC-Reserve freut sich nicht nur über den Sieg, sondern über den nun sichereren Mittelfeldplatz. Das 0:1 gegen Spitzenreiter Giesenkirchen kann Meer durchaus als Erfolg betrachten. Der Erfolg beschert Giesenkirchen die dritte Woche mit der Tabellenführung.

1. FC Mönchengladbach 2 - SV Lürrip 1:0 (0:0). 20 Minuten versprach die Partie noch interessant zu werden. Nach einem ziemlichen Durcheinander im Strafraum der Gastgeber kam Nils Schleszies mehr zufällig an den Ball, schoss aber über das Tor. Auf der anderen Seite war Lürrips Torwart Philip Becker auf dem Posten, als ihn Adama Bance mit einem gekonnten Fallrückzieher überraschen wollte.

Der FC hatte dann leichte Vorteile in dem nun eher langweiligen Kick, weil vor allem die spielerischen Elemente fehlten und vornehmlich gekämpft wurde. Dabei setzten sich die Hausherren häufiger durch und leisteten viel Laufarbeit.

Lürrips Aufbauspiel fehlte dadurch der Schwung. Aber FC-Trainer Manuel Moreira reichte das nicht: "Wir sind nicht frisch im Kopf. Wir zögern zu lange." Danach machte seine Mannschaft mehr Druck und kam häufiger zum Abschluss. Die Schüsse prallten aber meist von einem Lürriper Abwehrbein ab.

Die Gäste konnten sich dagegen kaum einmal vor dem FC-Tor gefährlich in Szene setzen. Die Partie wurde nach einem Eckball in der 76. Minute entschieden. Am schnellsten reagierte Malte Renner und brachte den Ball zum Tor des Tages über die Linie. "Eigentlich hatte die Partie, die spielerisch schwach war, keinen Sieger verdient. Von meiner Mannschaft bin ich enttäuscht", sagte Lürrips Trainer Markus Lehnen. Auf der anderen Seite wurde der Sieg ausgelassen gefeiert.

Blau-Weiß Meer - DJK/VfL Giesenkirchen 0:1 (0:1). Die Partie wurde schon in den ersten Minuten entschieden. Kaum war das Spiel angepfiffen, traf Yadi Camara nur den Pfosten des Giesenkirchener Tores. "Vielleicht wäre dann die Partie anders gelaufen", sagt Meers Trainer Erhan Kuralay, erkannte aber auch die Überlegenheit des Spitzenreiters an. Der nutzte dann seine erste Chance wesentlich konsequenter durch Can Hoffmann. Dieses Tor bedeutete schon den Sieg und weitere drei Punkte zur Sicherung der Tabellenführung.

Im Verlauf des Spiels verdienten sich die Gäste diesen Sieg. Giesenkirchen war überlegen, erarbeitete sich weitere Möglichkeiten, die aber vergeben wurden. Meer lieferte einen tollen Kampf, ging engagiert in die Zweikämpfe und leistete ein beachtliches Laufpensum.

"Wir hätten tatsächlich unsere Chancen besser nutzen müssen. Ich muss schon sagen, dass diese Möglichkeiten kläglich vergeben wurden. Oft ergab sich für uns ein Überzahlspiel, aber dann fehlte Andreas Jans und Konrad Sommer die Gelassenheit beim Abschluss", sagte Giesenkirchens Trainer Daniel Saleh, der bei Meer mit einem personell stark dezimierten Kader antreten musste.

Er war damit zufrieden, dass seine Abwehr wieder einmal kein Gegentor zugelassen hat: "Es war das vierte Spiel in Folge ohne Gegentor. Nur dürfen wir uns nicht allein auf unsere tolle Hintermannschaft verlassen, die bisher erst acht Treffer zugelassen hat."

Allerdings durfte auch Erhan Kuralay stolz darauf sein, dass seine Mannschaft dem Spitzenreiter nur einen Treffer gestattet hatte: "Die Jungs haben wirklich alles gegeben. Das war schon ein toller Kampf, den wir Giesenkirchen geliefert haben. Wir haben noch immer erhebliche personelle Probleme, aber unsere Mannschaft arbeitet und entwickelt sich weiter. Wir haben also durchaus Hoffnung, unser Punktekonto in den nächsten Spielen zu erhöhen. Ich sehe für Blau-Weiß auf jeden Fall Licht am Ende des Tunnels."

Quelle: RP
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