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Lokalsport
Die Hausaufgaben richtig machen

Lokalsport: Die Hausaufgaben richtig machen
So muss es laufen: Evgenij Pogorelov erzielt in dieser Szene das 2:1 der Mennrather gegen Dilkrath, am Ende gab es einen 5:1-Erfolg des Aufsteigers. Gegen Willich indes gab es ein 1:4 - so etwas sollte nicht allzu oft passieren, will Viktoria oben dranbleiben. Der Abstand auf St. Tönis beträgt nun fünf Punkte. FOTO: Dieter Wiechmann
Fussball. Giesenkirchen und Mennrath haben zuletzt gepatzt. Nun müssen sie aufpassen, den Kontakt zur Spitze nicht zu verlieren. Von Kurt Theuerzeit

Fast im Gleichschritt verfolgte das Mönchengladbacher Bezirksliga-Trio mit dem Rheydter SV, Mennrath und Giesenkirchen in den vergangenen Wochen Spitzenreiter und Meisterschaftsfavorit Teutonia St. Tönis. Doch am vergangenen Spieltag geschah Außergewöhnliches: Giesenkirchen verlor beim Tabellenletzten Waldniel 1:2 und Mennrath blamierte sich beim 1:4 gegen Kellerkind Willich. Nur der Spielverein hält nun direkten Kontakt zu St. Tönis, Mennrath und Giesenkirchen haben etwas die Tuchfühlung verloren und mussten nun Ursachenforschung betreiben.

"Wir haben viele Spiele souverän gewonnen, sind vielleicht bei der Einstellung zu locker geworden, aber im Vorbeigehen ist in der Liga keine Mannschaft zu schlagen", sagt Mennraths Trainer Simon Netten. Seine Mannschaft sei noch recht jung und es hätten sich noch keine Führungsspieler herauskristallisiert, die in brenzligen Situationen das Kommando übernehmen und die Mitspieler schnell in die Spur bringen. "Schließlich fehlen vorne und hinten für uns wichtige Akteure, die wir nicht so einfach ersetzen können", sagt Netten. Morgen wird Gnadental sicher ein unangenehmer Gegner sein. "Da müssen wir gleich kämpfen und uns auch mit ungeliebten Rasenplätzen anfreunden", fordert Netten.

Auch in Giesenkirchen beschäftigt sich Nettens Trainerkollege Volker Hansen mit dem überraschenden Fehltritt seiner Mannschaft in Waldniel. Ihm fehlten dort mit Kevin Mertens, Andi Jans, Dennis Weinsheimer, Marcel Skora und Konrad Sommer gleich fünf Stammspieler. "Das wäre aber die Chance für diejenigen gewesen, sich anzubieten", sagt Giesenkirchens Übungsleiter. Er vermisste indes vor allem die Laufbereitschaft, das Mannschaftsspiel und die taktische Cleverness. "Wir können auch nicht mit angezogener Handbremse ein Spiel gewinnen. Die Spieler müssen sich überlegen, was sie erreichen wollen. Wollen sie oben mitspielen, dann können sie das nur, wenn sie 100 Prozent geben", sagt Hansen.

Ein gewisses Maß an Selbstzufriedenheit hatte sich in Giesenkirchen offenbar breitgemacht, nachdem die Spiele in Willich und Kaldenkirchen knapp gewonnen wurden, obwohl die Mannschaft sich nicht in Bestform präsentiert hatte. "Wir haben jetzt einen Warnschuss erhalten und sind gut beraten, es am Sonntag gegen Strümp deutlich besser zu machen", fordert Hansen.

Wie Simon Netten sieht er den augenblicklichen geringen Rückstand gegenüber dem Führungs-Duo nicht als tragisch an. "Wenn wir jetzt unsere Hausaufgaben machen, dann ist für uns immer noch alles drin", sagt Hansen.

Quelle: RP
 
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