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Lokalsport
Die Landesligisten sind sorgenfrei

Fussball. Odenkirchen steht im oberen Tabellenbereich, der FC hat akzeptabel gepunktet und auch Jüchen ist im Aufwärtstrend. Von Kurt Theuerzeit

In der jüngsten Vergangenheit gab es kaum eine Spielzeit, in der man sich keine Sorgen um die heimischen Landesligisten machen musste. Nach dem Oberliga-Abstieg hatte sogar der 1. FC Mönchengladbach zunächst Probleme, sich an die Landesliga zu gewöhnen. Für Odenkirchen 05/07 und Jüchen war der Klassenerhalt ein Dauerproblem. Sorgen musste man sich auch vor dem Saisonstart um alle drei Klubs machen. Die Sorgen scheinen aber in dieser Saison unbegründet zu sein. Das Trio hat bereits hinreichend viele Punkte gesammelt, um sorglos in das nächste Jahr zu blicken.

Der größte Sprung nach oben ist zweifellos Odenkirchen gelungen. Eine kluge Personalpolitik vom Sportlichen Leiter Mathias Komor, eine glänzende Trainerleistung von Kemal Kuc und eine deutliche Leistungssteigerung bei jedem Spieler, wobei alle das Kollektiv in den Vordergrund stellen, sind die Basis für den Erfolg. 35 Punkte hat Odenkirchen bereits auf dem Konto und kann sich über den vierten Tabellenplatz direkt hinter den Titelanwärtern freuen.

In Pascal Moseler (elf Tore), Tayfun Yilmaz und Marcel Pohl (jeweils neun Tore) hat 05/07 ein Trio im oberen Bereich der Torjägerliste. Allerdings erreichen sie damit nicht Oguz Ayan vom 1. FC Mönchengladbach, der 13 Tore auf dem Konto hat. Odenkirchen kann auf dieser Basis nach der Winterpause ohne Druck spielen und könnte sich im oberen Tabellenbereich halten.

Eine Überraschung ist auch der VfL Jüchen, der sich in der vorigen Saison nur knapp vor dem Abstieg retten konnte. Wie in Odenkirchen wurde eine geschickte Personalpolitik betrieben. Mit Trainer Michele Fasanelli scheint sich aber auch Entscheidendes geändert zu haben. Er legt Wert auf regelmäßige Anwesenheit beim Training und hat der Mannschaft darüber hinaus ein taktisches Repertoire vermittelt, das inzwischen häufig die nötigen Punkte bringt, sogar gegen Spitzenmannschaften. Der Aufwärtstrend hat sich inzwischen auch bei den Zuschauerzahlen deutlich bemerkbar gemacht. Da liegt Jüchen sogar mit im Spitzenbereich der Liga.

Beim 1. FC verlaufen sich dagegen 50 Prozent weniger Schaulustige. Grund dafür könnten die Turbulenzen sein, die sich seit Saisonbeginn um den Landesliga-Kader ergaben. Das Trainerteam um Wolfgang Brück und Markus Horsch verließ scheibchenweise den Verein, hinterließ aber immerhin noch eine durchaus akzeptable Punkte-Ausbeute. Die Alarmsignale wurden verstanden. Emil Neunkirchen sprang für zwei Spiele als Trainer ein und fügte den vorhandenen 21 Punkten vier weitere hinzu. Dadurch hat nun Benedict Weeks ein Punktepolster und steht nicht direkt unter Druck.

Sicherlich wird der neue Trainer versuchen, möglichst viele A-Junioren, die er bisher in der Niederrheinliga trainiert hat, schnell, aber behutsam in den Landesligakader einzubauen. Hält er bis zum Saisonende den sechsten Tabellenplatz, hat der FC sein sportliches Soll erfüllt. Im Februar wird sich dann zeigen, ob wie angestrebt die Vorstandsetage breiter als bisher besetzt wird.

Zum engeren Kreis der heimischen Landesligisten gehören auch die Mannschaften aus dem Grenzland. Neuling ASV Süchteln schlägt sich bisher bravourös. Nachbar 1. FC Viersen, der ebenfalls wie der ASV dem Fußballkreis Mönchengladbach-Viersen angehört, muss um den Klassenerhalt zittern. Nettetal könnte sogar der Aufstieg in die Oberliga gelingen. Amern hat sich mit Trainer Willi Kehrberg nach Anfangsproblemen inzwischen stabilisiert.

Quelle: RP
 
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