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Lokalsport
Die Richtung stimmt mit den Moselers

Fussball. Die Brüder spielen eine wichtige Rolle beim Fußball-Landesligisten. Von Kurt Theuerzeit

Schiedsrichter Tim Grevelhörster zeigte zwei Minuten Nachspielzeit an, in der Landesliga-Partie zwischen Spitzenreiter Vohwinkel und Odenkirchen stand es da noch 0:0. Aus den zwei Minuten wurden sechs, und am Ende hatten die Gastgeber noch 2:0 gewonnen. "Wir waren sehr enttäuscht, einige hatten sogar schlechte Laune. Das hatten wir nach einer tollen Leistung nicht verdient", erinnert sich Abwehr-Chef Sven Moseler an den vergangenen Sonntag.

Nur einen Tag später beschäftigte er sich aber schon wieder mit den Konsequenzen, die zu ziehen sind: "Wir müssen eben noch besser verteidigen." Das sieht vielleicht auch Trainer Kemal Kuc so, aber für ihn war die Leistung seiner Mannschaft wichtiger. "Jeder Spieler hat von der ersten Minute an seine Aufgabe sehr gut erfüllt und eine tolle Leistung abgeliefert. Wir bewegen uns in eine gute Richtung", sagt Kuc.

Daran hat auch Sven Moseler einen großen Anteil. Seit 2014 spielt er in Odenkirchen. Zuvor suchte er sein Glück beim 1. FC, verbuchte auch einige Einsätze in der Landesliga. Der Wechsel zu 05/07, zusammen mit seinem Bruder Pascal, ist aber genau der richtige Schritt gewesen: Beide wurden Stammspieler. Sven organisiert die Abwehr, Pascal sorgt in der Offensive für Wirbel und nun auch vermehrt für Tore.

"Wir wollten etwas Neues ausprobieren, nachdem ich auch durch zwei Bänderrisse während der FC-Zeit etwas zurückgeworfen wurde. Ich bin jetzt verletzungsfrei, habe die Rückendeckung im Verein und spiele konstant", sagt der 23-jährige Bankmitarbeiter. Bescheiden weist er nicht darauf hin, dass er inzwischen im Defensivbereich der Mann ist, der als Organisator und von seinem Einsatz her ein wichtiger Aktivposten im System von Kuc ist.

Einen weiteren großen Schritt in seiner Entwicklung hat auch sein Bruder Pascal gemacht. Der 22-Jährige beschäftigt sich beruflich mit dem Bau von Windkrafträdern, sportlich sorgt er bei Odenkirchen für viel Wirbel im Offensivbereich. Lob gibt es von Bruder Sven. "Er ist ein Top-Spieler geworden, traut sich etwas zu und schießt auch nun endlich Tore. Vielleicht hat er noch Luft nach oben", sagt er.

Das hatte man auch beim FC wohl angenommen. Aber die Moselers haben keinen Gedanken an einen Wechsel verschwendet. "Wir fühlen uns hier wohl, deshalb stand unsere Entscheidung im Sommer schnell fest", sagt Sven Moseler. Beiden gefällt der Aufwärtstrend ihrer Mannschaft seit dem Jahresanfang: "Wir haben einen guten Zusammenhalt, arbeiten sehr viel und erfolgreich mit einem sehr guten Trainer und machen Fortschritte."

Deshalb wird auch die unglückliche 0:2-Niederlage vom Vorsonntag die Mannschaft nicht umwerfen. Gegen Rath wird 05/07 wieder versuchen, eine gute Leistung abzurufen und drei Punkte mitzunehmen. Vielleicht gelingt Pascal Moseler der entscheidende Treffer und Sven lässt mit seinem Defensivverband kein gegnerisches Tor zu. Odenkirchen würde es freuen.

Quelle: RP
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