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Kyle Berger
"Die Zweite Mannschaft nicht das Stiefkind"

Kyle Berger: "Die Zweite Mannschaft nicht das Stiefkind"
Kelly Somins (rechts) hat mit Borussia schon 2012 Zweitliga-Erfahrung eingesammelt. Die 20-Jährige erzielte nun in den ersten beiden Spielen zwei Tore für den Aufsteiger. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Borussias Koordinator Frauen- und Mädchenfußball spricht über den guten Start der Frauenteams und die Ziele bei den U 17-Juniorinnen.

Die Erste Mannschaft holt als Aufsteiger in der Zweiten Bundesliga sechs Punkte bei 5:0 Toren aus den ersten beiden Spielen, die Zweite startet mit neun Punkten und 24:1 Toren in der Niederrheinliga. Herr Berger, haben Borussias Frauenteams sie bislang überrascht?

Berger Eigentlich nicht, wobei ich natürlich bei unserer Ersten Mannschaft keine sechs Punkte zum Auftakt erwartet habe. Aber letztlich haben wir die beiden Spiele jeweils durch eine geschlossene Mannschaftsleistung gewonnen. Wir sind sehr glücklich über diesen Start, denn mit sechs Punkten lässt es sich etwas einfacher arbeiten.

In beiden Teams hat es durchaus einige personelle Veränderungen gegeben, und mit Max Möller kam ein neuer Trainer für die Zweitvertretung. Warum ist es trotzdem bislang so rund gelaufen?

Berger Das hat für mich drei Gründe. Erstens ist es ein Resultat unserer guten Arbeit in den vergangenen Jahren. Wir haben viele junge, nachrückende Spielerinnen, die die Qualität haben, um sich auf hohem Niveau durchzusetzen. Aber auch jene Spielerinnen, die schon ein paar Jahre unserem Kader angehören, haben sich weiterentwickelt. Zweitens trainieren die Teams überwiegend gemeinsam, generell sind bei beiden Gruppen die Trainingsbausteine dieselben. Es gibt sicher viele Klubs, in denen die Zweite Mannschaft eher das Stiefkind ist, das ist bei uns nicht der Fall. Und drittens haben wir eine sehr gute Kommunikation im gesamten Trainerteam.

Borussia spielt am Sonntag um 14 Uhr beim 1. FFC Frankfurt II, der noch keinen Punkt geholt hat. Wie lautet die Zielsetzung?

Berger Wir wollen wie in jeder anderen Partie unsere bestmögliche Leistung bringen. Wenn wir dann vom Platz kommen und alles getan haben, der Gegner aber besser war, dann ist das in Ordnung. Und was Frankfurt betrifft: Grundsätzlich haben Zweitmannschaften immer die Flexibilität, personell etwas zu verändern.

In ihrer ersten Zweitliga-Saison 2011/12 spielte Borussia eine starke Hinrunde, stieg am Ende aber trotzdem ab. Helfen diese Erfahrungen bei der Arbeit, die Mannschaft auf dem Boden der Tatsachen zu halten?

Berger Definitiv, zumal wir mit Anne Birbaum, Jasmin Hamann, Kelly Simons oder unserer jetzigen Spielführerin Julia Koj genügend Spielerinnen im Kader haben, die schon 2012 dabei waren. Grundsätzlich sind wir mit unserer allgemeinen Ausrichtung sehr zufrieden, die Mannschaft hatte in den ersten Spielen eine gute Ordnung. Doch wir sagen ihr auch immer wieder, dass wir nicht naiv sein dürfen. In der Zweiten Liga gibt es eine andere Qualität, in der Fehler bestraft werden, die wir vorige Saison in der Regionalliga vielleicht noch machen durften, weil wir da trotzdem immer einen Schritt schneller und einen Tick besser waren als der Gegner.

Das scheint auch die Zweite Mannschaft angesichts dreier Kantersiege in der Niederrheinliga zu sein ...

Berger Es ist unser Ziel, aufzusteigen. Wir wollen mit der Zweiten so hoch wie möglich spielen, denn sie soll sowohl für Rekonvaleszenten als auch für die jüngeren Spielerinnen die Plattform sein, um Spielpraxis zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Man merkt der Mannschaft an, dass jede Spielerin von dem gemeinsamen Training mit dem Bundesliga-Kader profitiert. Da ist das Niveau schon unheimlich gestiegen.

Am Samstag um 14 Uhr beginnt für Ihre U 17 mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen auch die neue Saison in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Was ist drin für den Nachwuchs?

Berger Auch dort wollen wir so erfolgreich wie möglich sein. Und da viele Spielerinnen schon in der Vorsaison ihre Erfahrungen in der Bundesliga gemacht haben, ist es unser Ziel, oben mitzuspielen. Wir wollen unsere Talente, von denen einige schon in Auswahlmannschaften spielen und auch für die Zweite Liga spielberechtigt sind, an das höhere Niveau heranführen und verfolgen beim Nachwuchs dieselbe Philosophie wie bei den Frauen. Deswegen sind Daniel Giebel und René Krienen ab dieser Saison auch gemeinsam für die U 17 und U 16 zuständig.

Quelle: RP
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