| 00.00 Uhr

Lokalsport
Ein Trend, Jäger und Sammler

Lokalsport: Ein Trend, Jäger und Sammler
Jubelt Jan Kaschura auch beim Santander-Marathon? Hier freut er sich über seinen Sieg beim Remscheider Röntgenlauf. In Hannover absolvierte er den Marathon im April in 2:51,56 Stunden. Das macht ihn in Gladbach zu einem Favoriten. FOTO: Moll
Leichtathletik. Beim Santander-Marathon haben sich die meisten Teilnehmer für die halbe Distanz angemeldet - es ist derzeit die Lieblings-Langstrecke deutscher Läufer. Klare Favoriten gibt es in Gladbach nicht, aber einen, der über 100 Marathons gelaufen ist. Von Paul Offermanns

Des deutschen Läufers liebste Langstrecke ist 21,097 Kilometer lang - es ist die halbe Marathonstrecke. Sie ist nicht olympisch, aber sie ist eine Strecke für deutsche, Europa- und Weltmeisterschaften. Im Frühjahr beim niederländischen Venloop über die Halbmarathondistanz war ein Start dort vor allem unter den deutschen Hobby-Läufern fast schon Pflicht.

Es gibt heute noch eine starke Kreisbestleistung von Niederrhein-West (Mönchengladbach und Krefeld sowie der Kreis Viersen) des Gladbachers Manfred Schulz, als er vor mehr als 25 Jahren im niederländischen Tegelen im Dress von Bayer Uerdingen 1:05:15 Stunden lief. Das ist eine Topzeit, mit der heute noch Läufer in der deutschen Bestenliste ganz vorn zu finden sind.

Die Beliebtheit des Halbmarathons ist auch heute bei der Premiere des Santander-Marathons (im vergangenen Jahr fiel das Event wegen eines Sturms aus) zu spüren. Über 1419 Läufer gehen da beim "Halben" an den Start, über zehn Kilometer sind es 653 Läufer. Das sind zwei Distanzen, bei dem Läufer aller Leistungsklassen das Training in und mit ihrer Freizeit noch am besten vereinbaren können. Der Marathon, der der Veranstaltung den Namen gibt, hat 479 Läufer. "Eine Marathon-Teilnahme bedarf einer langen und intensiven Vorbereitung, der ist nicht mal eben so zu laufen ", erklärt Nicole Hafner, Geschäftsführerin von NEO-MOVE, Geschäftspartner von Santander, den Trend.

Zu den Favoriten beim Halbmarathon gehören Nils Bergmann (Aachener TG) und Marco Schneider (Sportshop Triathlon-Team). Beide haben bei ihrer Anmeldung 1:15 Stunden als Bestzeit angegeben. Ein Wiedersehen gibt es mit dem 36-jährigen Torben Everszumrode (LG Mönchengladbach), 1999 Deutscher Crosslauf-Jugendmeister in Süchteln, der zum ersten Mal über die Halbmarathon-Distanz startet.

Es ist schwierig, einen Favoriten für den Marathon auszumachen. "Schnelle Zeiten gibt es hier auf jeden Fall, aber es sind keine Afrikaner am Start, die in der Regel Topzeiten garantieren", sagt Hafner. Über die Marathonstrecke sind Jan Kaschura (Holzminden), der Anfang April in Hannover 2:31,14 Stunden lief, und Doris Marquardt (LAV Bad Godesberg) mit 2:51,56 Stunden die Starter mit den schnellsten Bestzeiten.

Neben den Zeit-Jägern gibt es heute die Sammler, die im Laufe ihres Lebens 100 Marathonläufe und mehr gelaufen sind. Dazu gehört auch der 58-jährige Manfred Kreis von der SG 1926 NEW, der zuletzt noch die Insel Helgoland in einem Marathon umkreiste. "Das war mein 160. Marathon", sagt er. "Das wäre das Größte, beim Marathon in meiner Heimatstadt mitzulaufen, gerade weil im vergangenen Jahr ausgefallen ist. Und nach 25 Jahren, beim letzten Reme-Marathon, ist das jetzt eine besondere Herausforderung, einen Marathon auf Gladbachs Straßen zu laufen", sagt Kreis, der nach dem Santander-Lauf schon den nächsten Marathon im Auge hat - den in Duisburg.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Ein Trend, Jäger und Sammler


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.