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Lokalsport
Enne Besuch am Zoo: Sensationelle drei Punkte für den 1. FC

Fussball-Oberliga. Was sich gestern in der 83. Minute im Stadion Zoo in Wuppertal abspielte, war kaum zu glauben: Die Fußballer in den blauen Trikots fielen über Drilon Istrefi her, begruben ihn. Die Ersatzbank war ebenfalls nicht zu halten. Istrefi hatte soeben den 1. FC Mönchengladbach, der um den Klassenerhalt kämpft, beim Tabellenführer Wuppertaler SV 1:0 in Führung gebracht. Neun Minuten war amtlich: Es war der Siegtreffer. Von Kurt Theuerzeit

Ihre Klasse konnten die Wuppertaler nur zu Beginn ein wenig unter Beweis stellen. Jedenfalls versuchten sie, das Tor der Gladbacher in Gefahr zu bringen. Aber schon während dieser Phase bewiesen Torwart Peter Dreßen mit seiner Dreier-Abwehrreihe mit Frederic Verlinden, Akin Uslucan und dem wieder genesenen Kisolo Biskup, dass sie es ihrem Gegner diesmal nicht so leicht machen wollte.

Nach einer Viertelstunde konnte der WSV den Druck schon nicht mehr aufrechterhalten. Die Fans des Titelanwärters waren ruhiger, aber noch nicht allzu besorgt. Dazu bestand auch nach dem ersten zaghaften Schuss von Oguz Ayan kein Grund. Doch Istrefi prüfte kurz darauf WSV-Torwart Sebastian Wickl mit einem strammen Schuss, den er zur Ecke lenkte. Nach diesen Warnschüssen versuchten die Gastgeber wieder ins Spiel zu kommen, aber das gelang ihnen nicht, weil alle Gästespieler ein enormes Laufpensum ablieferten und so die Wuppertaler nicht mehr zur Entfaltung kommen ließen.

Eine Schreckminute hatte der FC kurz vor der Pause zu verkraften, als sich Torwart Peter Dreßen verletzte und behandelt werden musste. Aber der Routinier konnte weitermachen und wurde nach der Pause überraschend nur noch selten geprüft. Der FC übernahm nicht nur die Spielkontrolle, sondern konnte immer häufiger selbst Akzente in der Offensive setzen und immer häufiger den Wuppertaler SV in Verlegenheit bringen.

Vor allem Oguz Ayan gelangen nun immer wieder Dribblings und Läufe, die die Gastgeber in Verlegenheit brachten und nur schwer zu bremsen waren. Dazu teste Istrefi immer wieder seine Schussstärke, so dass Sebastian Wickl zunehmend mehr Beschäftigung bekam. In der 78. Minute landete der Ball dann zum ersten Mal im Wuppertaler Tor, doch der Unparteiische hatte zuvor ein Stürmerfoul gesehen und erkannte den Treffer nicht an.

Fünf Minuten später gab es dann aber keinen Zweifel mehr: Wieder setzte sich Oguz Ayan durch und schoss. Sebastian Wickl konnte den Schuss nur noch abklatschen und bot damit Drilon Istrefi die Chance, den Ball im Nachschuss zum 1:0 über die Linie zu bringen. Er nutzte sie. "Mein Tor war toll. Es ist nun klar, dass wir als Mannschaft leben, denn an diesem Treffer waren viele beteiligt, bis ich den Ball zum Sieg im Tor untergebracht hatte", sagte der hoch erfreute Istrefi.

Der FC brachte das 1:0 souverän über die Zeit. "Natürlich freue ich mich über diesen tollen Erfolg. Aber ich erwarte auch gute Leistungen, wenn es nicht gegen Spitzenteams geht. Wir waren über weite Strecken das bessere Team in Wuppertal. Die Mannschaft ist gefordert, zu beweisen, dass die Einstellung immer stimmt", sagt Trainer Stephan Houben.

1.FC: Dreßen - Verlinden, Uslucan, Biskup - Czempik, Schmitz, Schellhammer - Istrefi (90., Renner), Ayan - Klein, Lippold (88., Zentsch). Tor: 0:1 Istrefi (83.). . Zuschauer: 2073.

Quelle: RP
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