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Kai Faltin
"Es gibt für uns keine dankbaren Gegner mehr"

Kai Faltin: "Es gibt für uns keine dankbaren Gegner mehr"
Schwierige Phase: Korschenbroichs Sportlicher Leiter Kai Faltin. FOTO: TVK
Mönchengladbach. Der Sportliche Leiter des TV Korschenbroich, Kai Faltin, spricht über den Abstiegskampf und das Kellerduell gegen Minden II.

Der TV Korschenbroich kommt in der 3. Liga nicht so richtig auf Touren. Die Handballer sind in die unteren Tabellenregionen abgerutscht und treffen heute (19.30 Uhr, Waldsporthalle) im Kellerduell auf GWD Minden II. Wiltrud Wolters beleuchtet im Gespräch mit dem Sportlichen Leiter Kai Faltin die aktuelle Situation beim TVK.

Herr Faltin, wie stellt sich die Situation aus Ihrer Sicht dar?

Faltin Wir brauchen nicht um den heißen Brei herum zu reden. Wir stecken mitten im Abstiegskampf.

Wie geht der Verein damit um?

Faltin Dass es in die Richtung gehen könnte, hatten wir schon angesichts des schweren Auftaktprogramms erahnt. Wir haben es uns anders gewünscht. Aber nun ist es so. Wir müssen damit klarkommen und wir werden uns der Situation stellen.

Zusätzlich zur Ergebniskrise muss Ihre Mannschaft jetzt noch den langfristigen Ausfall von Michel Mantsch verkraften. Wie kann das gelingen?

Faltin Der Ausfall von Michel Mantsch ist ein herber Rückschlag. Wir hatten gehofft, dass die Diagnose nicht so schlimm sein würde. Wir müssen uns intern noch mehr zusammenraufen. Jeder Einzelne ist gefordert, um die Aufgabe im Kollektiv zu lösen.

Der Kader ist nicht so breit bestückt. Werden Sie personell nachlegen?

Faltin Das würden wir gerne, es ist jedoch nicht so einfach, jemanden zu finden, der uns direkt weiterbringt. Das muss in vielerlei Hinsicht passen. Wir halten Augen und Ohren offen.

Wie können Sie die Lücke zwischen 3. Liga und Verbandsliga schließen, um Spieler aus den eigenen Reihen näher an das Team heranzubringen?

Faltin Das geht nicht von heute auf morgen. Wir wollen uns nach vorne entwickeln und Spieler qualitativ entwickeln, aber das sind viele kleine, mühsame Schritte.

Wie ist denn die Stimmung im Team angesichts der neuen Situation?

Faltin Die ist natürlich nur bedingt gut. Die wenigsten Spieler kennen den Abstiegskampf, denn in den letzten Jahren lief es eigentlich immer gut. Das ist jetzt eine komplette Umstellung, und das macht es nicht einfacher. Wir müssen einfach weiterspielen und am besten nicht so viel nachdenken. Der Kopf ist entscheidend. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht so sehr verändert. Da ist nur Jan Jagieniak als Feldspieler dazugekommen. Die Jungs können es, das wissen wir aus dem Vorjahr. Wir müssen da wieder hinkommen.

Was haben Sie sich für die Partie gegen GWD Minden II vorgenommen?

Faltin Für uns gibt es keine dankbaren Gegner mehr. Wenn wir so auftreten wie in den Spielen gegen Volmetal, Ahlen oder Hagen, haben wir hundertprozentig eine Chance. Wenn wir so spielen wie letzte Woche in Gummersbach, dann wird es schwierig. Aber wir wollen unbedingt ein positives Erfolgserlebnis.

Quelle: RP
 
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