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Es gibt schon Hoffnungslose beim FC

Lokalsport: Es gibt schon Hoffnungslose beim FC
"Wir wollen uns auf jeden Fall noch jeden Punkt holen, den wir kriegen können", stellt FC-Trainer Stephan Houben klar. Auch beim Vierten TurU Düsseldorf wollen die Westender etwas einsammeln. Ob der Gesamttrend aber zu ändern ist, bezweifeln viele. FOTO: Theo Titz
Fussball. Die Lage des 1. FC in der Oberliga spitzt sich zu. Der Kader ist arg dezimiert. Trainer Stephan Houben weiß noch nicht, wer Sonntag zur Verfügung steht. So gibt es schon Stimmen, die den Abstieg für fast unabwendbar halten. Von Kurt Theuerzeit

Normalerweise muss der 1. FC Mönchengladbach am Sonntag bei TuRU Düsseldorf mit einer kräftigen Abfuhr rechnen. Der Tabellenvierte gehört zu den Spitzenteams der Liga, der FC steht eigentlich schon als Abstiegskandidat fest. Allerdings ist in dieser Saison nichts für den FC normal. Da gewinnt das Team beim designierten Meister Wuppertal 1:0, trotzt Uerdingen ein 1:1 ab und fegt Schwarz-Weiß Essen mit einer spielerischen Gala 8:1 vom Platz. Doch dann folgen Aussetzer gegen die Mannschaften, die mit um den Klassenerhalt kämpfen.

Erklärungen für diese Fehlleistungen sind auf jeden Fall für die Rückrunde schnell zu finden. Die Qualität des Kaders wurde recht schnell durch Verletzungen, Sperren und sporadisch auch durch fehlendes Engagement entscheidender Spieler deutlich geschwächt.

In den vergangenen Wochen brannte es im Gesamtverein gleich an mehreren Stellen: Die A-Junioren wollen die Bundesliga erhalten, die Reserve löste sich personell fast bis zur Unkenntlichkeit auf und im Team von Trainer Stephan Houben kamen mangels Personal Ergänzungs- und Reservespieler sowie sporadisch A-Junioren zu Oberliga-Ehren. Man konnte nicht erwarten, dass bei dieser Gemengelage immer die optimalen Entscheidungen getroffen wurden.

Würde Gegner TuRU am Sonntag die ehemaligen FC-Spieler Lukas Reitz, Robert Norf und Malte Boermans für 90 Minuten ausleihen, hätte Houben weniger Aufstellungssorgen und zudem sogar Chancen, das Spiel positiv zu gestalten. "Ich weiß wirklich nicht, wer mir Sonntag zur Verfügung steht. Irgendwie werden wir das schon über die Bühne bringen", wirkt der FC-Trainer ausnahmsweise ratlos.

Die A-Junioren spielen um 13 Uhr gegen Preußen Münster. Mit Abstellungen ist da nicht zu rechnen. Die Reserve kann keinen Spieler mehr abgeben, ist selbst auf Hilfe von Jugendspielern angewiesen. "Wir werden den Abstieg kaum vermeiden können, aber nötig war der auf keinen Fall", ist von einem erfahrenen Spieler zu hören. Damit dürfte er völlig Recht haben, denn immerhin hat es bisher unter denkbar eingeschränkten Voraussetzungen zu beachtlichen 27 Punkten gereicht. Sieben Punkte beträgt schon jetzt der Abstand zu einem rettenden Platz.

An Rettung können nur noch Optimisten glauben. "Wir wollen uns auf jeden Fall noch jeden Punkt holen, den wir kriegen können. Der Kader hat mit dieser Ausbeute unter den Bedingungen eine tolle Saison gespielt. Viele Spieler haben sich weiterentwickelt, egal ob sie nun beim FC bleiben oder Angebote aus Ober- oder Regionalliga erhalten haben", sagt Houben.

Bezirksliga aktuell Der Polizei SV unterlag gestern Abend Rommerskirchen 1:4.

Quelle: RP
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