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Lokalsport
Fabian Strehlau peilt den Sieg bei seiner Heim-DM an

Leichtathletik. Der Speerwerfer ist einer von drei Lokalmatadoren bei den Deutschen Jugendtitelkämpfen im Grenzlandstadion. Von Paul Offermanns

Rheydt empfängt am Wochenende Deutschlands Leichtathletik-Nachwuchs. 1600 Jugendliche werden von heute bis Sonntag im Grenzlandstadion an den Start gehen, wenn es bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der U 20 und U 18 sowie den Deutschen Lang-Staffelmeisterschaften der Männer und Frauen um Titel, vordere Platzierungen und gute Leistungen geht. Und es ist davon auszugehen, dass ihre Ergebnisse größtenteils so gut sein werden, dass sie Spuren in den deutschen Bestenlisten hinterlassen.

Die Geher werden heute (10 Uhr) mit ihren Wettbewerben über 3000 (weibliche U 18), 5000 (männliche U 18 und weibliche U 20) sowie 10.000 Meter (männliche U 20) die Titelkämpfe eröffnen. Um 12 Uhr steigt dann beim Speerwurf der U 18 aus Sicht der Gladbacher Leichtathletik bereits der Höhepunkt des Tages. Denn zu den Teilnehmern gehört Fabian Strehlau (LAZ Mönchengladbach), letztjähriger Deutscher Meister der U16-Schüler, der zuletzt für Furore sorgte.

Der Schützling des 26-jährigen Trainers Clement Negra (Master im Fachbereich Chemie) kennt im Stadioninnern jeden Grashalm. Negra, der selber noch aktiv ist, bringt bei seinem ersten Traineramt gleich einen jungen Werfer weit nach vorn mit seiner Akribie für die Wurftechnik und seinem guten Auge, was bei Strehlau noch zu verbessern ist. Und der 17-Jährige ist sehr selbstbewusst, wenn er mit Neun-Millimeter-Spikes-Schuhen anläuft und das 700-Gramm-Gerät wegschleudert. "Ich will gewinnen", sagt der Rheydter, der seinen Heimvorteil nutzen will. Zuletzt war er noch in Tiflis bei den ersten U18-Europameisterschaften und belegte Platz fünf.

"Fabian ist der klare Favorit. Er kann sich eigentlich nur selber schlagen. Wenn er erst einmal die 70 Meter auspackt, dann ist ihm der Titel nicht zu nehmen", sagt LAZ-Geschäftsführer Johannes Gathen. Die Teilnehmerliste sagt nichts anderes aus: Die führt der LAZ-ler mit 74,64 Metern ganz klar an. Seine beiden Verfolger ebenfalls aus dem Jahrgang 1999, Tomas Schlegel (TuS Neunkirchen) und Jakob Nauck (SC DHfK Leipzig), liegen mit 66,58 bzw. 66,18 über acht Meter zurück.

Ein weiteres heißes Eisen des LAZ ist Jolina Schmitz (U18) über 400 Meter um 17.10 Uhr. "Sie ist gut drauf. Wenn sie nicht zu nervös ist, hat sie gute Chancen weiter zu kommen", sagt Trainer Johannes Gathen. In der Teilnehmerliste ist sie an elfter Stelle mit 57,47 Sekunden geführt. Doch die Langsprinterinnen liegen eng beisammen: Nach vorne sind drei und hinter ihr vier Athletinnen ebenfalls im 57-Sekunden-Bereich. Ihr Finale der Viertelmeiler wäre morgen um 18 Uhr.

Der Dritte im Bunde ist Jan Ole Schneiders (U18), der sich über 1500 Meter mit 4:08,45 (an 16. Stelle der Meldeliste) qualifizieren konnte. "Hier wird sich das tempomäßig entscheiden, weil der Einzug ins Finale vielfach nur über Taktik entschieden wird", sagt Gathen. Da diese Strecke zwischen 800 und 3000 Meter liegt, kann es sein, dass sich Mitstreiter (die sich auch auf den anderen Distanzen qualifiziert haben) dann entweder nur für kürzere oder nur für die längere Distanz entscheiden. Sein Endlauf wäre morgen um 19.30 Uhr.

Der Eintritt für die Titelkämpfe beträgt fünf Euro pro Tag für Erwachsene (Dauerkarte: 12 Euro) und ermäßigt für Jugend, Studenten, Rentner und Schwerbehinderte drei Euro pro Tag (Dauerkarte: 12 Euro).

Quelle: RP
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