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Lokalsport
FC: Quartett lässt Houben aufatmen

Fussball. Den Sommerschlussverkauf gibt es offiziell nicht mehr, aber die vier Neuverpflichtungen des Oberligisten 1. FC Mönchengladbach könnten durchaus in diese Kategorie fallen. Es scheinen Schnäppchen zu sein, die ein wenig Wundertütencharakter haben. Das Quartett ist durchaus in der Lage, die dringend erforderliche Qualitätsoptimierung des Kaders sicherzustellen. Der Nachweis aber muss indes noch beständig in der Ernstsituation erfolgen. Von Kurt Theuerzeit

Ohne diese Kicker hätte der Klassenerhalt des Neulings sicherlich auf sehr wackeligen Füßen gestanden. Da hätte einfach alles während der Saison stimmen müssen. Das war aber schon in der Landesliga nicht so und dürfte in der starken Oberliga mit einem umfangreichen Spielbetrieb noch weniger der Fall sein. Entsprechend atmete Trainer Stephan Houben kräftig durch, nachdem der zweite Schub der Neuverpflichtungen unter Dach und Fach war: "Diese Spieler werden uns sicherlich weiterhelfen. Wir werden mit dem einen oder anderen noch ein wenig Geduld haben müssen. Die schwere Aufgabe, die Klasse zu halten, ist nun aber machbarer geworden", sagt er.

Leicht wird dieses Unternehmen sicherlich nicht werden, zumal eine Reihe der Konkurrenten allein finanziell in einer ganz anderen Liga spielen. Dem KFC Uerdingen sollen bis zu 400 000 Euro zur Verfügung stehen. Insider behaupten gar, dass die tatsächliche Summe doppelt so hoch sein soll. Kaum geringer dürfte der Etat in Wuppertal oder Bocholt ausfallen. Weniger betuchte Klubs dürften zumindest eine niedrige sechsstellige Summe zur Verfügung haben. Im finanziellen Bereich dürfte der FC somit zu den Schlusslichtern gehören. "Die Spieler, die sich uns nun angeschlossen haben, wollen vor allem in der Oberliga spielen. Bei den Gesprächen war der finanzielle Bereich vollkommen nebensächlich", sagt Houben.

Zwei ehemalige Jugendspieler der Borussia fanden sich so nach Ausflügen in die "Ferne" wieder in Mönchengladbach ein: Justin Klein spielte zuletzt in der Zweitbesetzung von Rot-Weiß Oberhausen und kann auf zwei Einsätze in der Regionalliga zurückblicken. Der 20-Jährige spielt im offensiven Mittelfeld. Ebenfalls für das Mittelfeld steht Marius Müller zur Verfügung. Er wird aber nach einer längeren Verletzungspause noch ein wenig Zeit brauchen, um die frühere Leistungsstärke zu erreichen. "Ich bin sicher, dass er sich allmählich in die Mannschaft reinspielt und uns helfen wird", sagt Houben.

Ähnliches gilt für Phillip Younes (dem Bruder von Amin Younes), der eine Sperre bis Ende Oktober in Kauf nehmen muss, nachdem er zunächst mit Odenkirchen verhandelt und sich dann beim DSC 99 angemeldet hatte. "Er hat alle Trainingseinheiten vorbildlich absolviert. Er macht einen sehr guten Eindruck", sagt Houben. Die dringende Verstärkung für den Angriff hat der FC in André Stratmann gefunden, der von Oberligist Westfalia Herne kommt. Er absolviert ein Langzeit-Praktikum in Mönchengladbach und hat sich von sich aus gemeldet. "Er ist wohl ein ähnlicher Typ wie Thorsten Lippold, der nach seiner schweren Verletzung nicht mehr spielen wird", sagt Houben. Immerhin steht der langjährige Torjäger dem FC nun als Konditionstrainer zur Verfügung.

Quelle: RP
 
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