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Lokalsport
FC überrascht die Borussen und siegt 2:1

Jugendfussball. Die Westender hatten einen Vorteil gegenüber dem Nachwuchs des Bundesligisten: Sie waren effektiv. Borussia hatte reichlich Chancen, nutzte sie aber nicht. Die Gäste verdienen sich den ersten Derby-Sieg, weil sie gut arbeiten. Von Andre Piel

Das Gladbacher Derby in der A-Junioren-Bundesliga endete mit einem überraschenden Ergebnis: Außenseiter 1. FC Mönchengladbach gewann bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1.

Auch wenn der Fohlennachwuchs ein klares Chancenplus hatte, war der Sieg der Westender nicht unverdient. "Wir haben sehr gut gearbeitet und uns den Dreier redlich verdient", sagte FC-Trainer Marcel Winkens. "Zum Schluss hatten wir bei einigen Kontern auch noch die Möglichkeit, einen weiteren Treffer zu erzielen."

Andererseits hätte sich der FC auch nicht beklagen können, wenn die Borussen am Ende mit einem deutlichen Sieg vom Platz gegangen wären. Denn gleich viermal bewahrten Pfosten und Latte den FC vor weiteren Gegentoren. "Wir hatten viele Möglichkeiten, diese Partie für uns zu entscheiden", sagte Borussias Coach Thomas Flath. "Daher kann ich den meisten Spielern, von der Chancenverwertung abgesehen, kaum einen Vorwurf machen. Es war eine engagierte Leistung und phasenweise haben wir auch guten Fußball gespielt."

Die Partie wurde von beiden Seiten sehr intensiv geführt, ohne dabei die Fairness vermissen zu lassen. In der ersten Halbzeit standen zwei Spieler im Mittelpunkt. Ba-Muaka Simakala, der sich nach seiner Verletzungspause wieder einsatzfähig gemeldet hatte, stellte die FC-Abwehr vor eine große Herausforderung. War er am Ball, wurde es auch immer gefährlich. Seinen Torschüssen fehlte aber die Präzision. Beim FC feierte Georg Xaver Feldschmied Armstrong ein erfolgreiches Debüt. Der in Florida geborene Österreicher musste seit Saisonbeginn auf seine Spielberechtigung warten. Weil die Westender kein Nachwuchsleistungszentrum betreiben, durfte kein ausländischer Spieler unter 18 Jahre verpflichtet werden. Vor einigen Tagen wurde Armstrong volljährig und darf jetzt eingesetzt werden. Mit einem fulminanten Schuss aus zwanzig Meter Entfernung traf er zum überraschenden 1:0 ein. Borussias-Torwart Lukas Betz war chancenlos.

Unbeeindruckt von dem Gegentreffer blieben die Borussen überlegen und kombinierten sich gut durch das Mittelfeld. Das Aluminium schien aber die VfL-Schüsse von Florian Schikowski (24.) und Simakala (26.) magisch anzuziehen. Besser machte es Marcel Benger. Einen Freistoß aus etwa 17 Metern zirkelte der Defensivakteur über die Mauer hinweg zum 1:1 ins Tor. Als der FC in der 30. Minute zum dritten Mal gefährlich vor das Borussen-Tor kam, gelang das 2:1. Nach einem Freistoß traf der sträflich freistehende Mete Yildiz per Kopf. Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Borussen den Druck, scheiterten aber entweder an Yannik Diener im FC-Tor oder am Aluminium.

Quelle: RP
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