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Lokalsport
FC und Odenkirchen wollen sich von ihrer besten Seite zeigen

Fussball. Die "Teilzeitarbeiter" aus Odenkirchen und vom 1. FC Mönchengladbach machen Freude, bringen aber kurz darauf Vorstände, Trainer und Fans zur Verzweiflung. Das Wechselbad der Gefühle erlebten am vorigen Spieltag beide Landesligisten in vollen Zügen. Der FC verspielte gegen Jüchen nach der Pause einen sicher geglaubten 2:0-Vorsprung und musste sich schließlich mit einem 2:2 begnügen. Noch schlimmer traf es Odenkirchen. In Nettetal führten die Gäste zur Pause 3:0 und verloren noch 3:4, wobei Nettetal geraume Zeit in Unterzahl spielte. Von Kurt Theuerzeit

"Wir rätseln selbst noch, woran das liegt. Wir verlieren zu schnell die Linie, und dann verspielen wir alles. Wir müssen uns noch an Männersport gewöhnen", sagt FC-Trainer Marcel Winkens. Allerdings stehen seine jungen Spieler nicht zum ersten Mal auf einem Fußballplatz. Situationen, in denen Spiele zu kippen drohen, haben sie bestimmt schon erlebt und besser reagiert als bisher. Denn die Aussetzer nach der Pause gegen Jüchen waren nicht zum ersten Mal festzustellen.

Konditionell hat der FC sicherlich keine Probleme, denn daran wird intensiv gearbeitet. "Wenn wir ein Gegentor kassieren, wird damit in den Köpfen meiner Spieler eine Lawine losgetreten, die nicht mehr gegen erfahrene Mannschaften zu stoppen ist. In der A-Junioren-Bundesliga machte auch der Gegner immer Fehler. Darauf kann man sich in der Landesliga nicht verlassen", sagt Winkens. Solche Rückschläge hatte die junge Mannschaft samt Trainerteam in der Vergangenheit nicht in dieser Form zu verkraften. "Wir müssen durch dieses Tal und uns das Glück wieder erarbeiten. Am Sonntag würde uns in Viersen ein Dreier ganz gut tun", sagt Winkens.

Während sich der FC-Trainer am Montag schon wieder ein wenig gefasst hatte, hatte sein Kollege Kemal Kuc das 3:4 noch immer nicht verarbeitet: "Es stimmte alles. Wir führten 3:0, haben toll gespielt und dann fallen wir völlig aus der Rolle, verlieren unsere taktische Disziplin." Drei Punkte hätten Odenkirchen dem Ziel von 20 Zählern am Ende der Hinrunde näher gebracht. Nun warten mit Monheim, Meerbusch und DSC 99 drei Gegner, gegen die Punkte nicht unbedingt einkalkuliert werden können.

Zudem leistete sich Odenkirchen solche Aussetzer in der laufenden Saison schon hinreichend viele. Allein gegen vier Klubs, die ebenfalls den Klassenerhalt zum Ziel haben, wurden zwölf Punkte abgegeben. "Die Spieler müssen nun Respekt vor dem Verein zeigen, müssen sich auf dem Platz 90 Minuten zerreißen. Vor allem aber muss es in den Köpfen stimmen. Sie arbeiten alle hervorragend im Training. Die Beteiligung ist großartig. Dafür müssen sie sich jetzt auch belohnen", fordert Kuc.

Allerdings werden dazu gegen die Spitzenmannschaft aus Monheim erhebliche Anstrengungen erforderlich sein. Jede Position muss von einer Vollzeitkraft besetzt sein, Zusammenhalt ist gefordert, Teilzeitarbeiter sind nicht mehr gefragt.

Quelle: RP
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