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Frank Lütters feiert Heimsieg in Lürrip

Lokalsport: Frank Lütters feiert Heimsieg in Lürrip
Auf den Straßen von Lürrip waren gestern wieder die Radrennefahrer unterwegs. In der KT/AB-Klasse lag Frank Rütters vorn. Im C-Klasse-Rennen gab es derweil beim Zielsprint einen schweren Sturz. FOTO: Wiechmann/Titz
Radsport. Der in Gladbach geborene Fahrer des RV Blitz Spich triumphierte zum zweiten Mal beim 66. Straßen-Radrennen des RV Möwe Lürrip. Von Thomas Grulke

Frank Lütters konnte sich frühzeitig aufrichten und jubeln. Sein Vorsprung war groß genug, um einen Zielsprint mit seinem Mannschaftskameraden Alexander Weifenbach zu vermeiden. Und der Drittplatzierte Matthias Bertling (RSV Düren) folgte dem Duo des RV Blitz Spich erst mit einigen Sekunden Abstand, ehe das große Hauptfeld beim 66. Straßen-Radrennen des RV Möwe Lürrip ins Ziel kam. "Wir sind als Dreiergruppe sauber durchgefahren, so dass wir irgendwann wussten, dass das Ding gegessen ist. Und dann hat mein Antritt in der vorletzten Runde ausgereicht", sagte Lütters nach seinem ersten Saisonsieg in der KT/AB-Klasse.

Der 27-Jährige hatte bereits 2014 in Lürrip das Hauptrennen der Semi-Profis und der Amateure in den höchsten Leistungsklassen gewonnen. Doch nicht nur deswegen ist der traditionsreiche Wettbewerb ein besonderer für ihn. Obwohl Lütters nie für einen Mönchengladbacher Verein gefahren ist, hat er in Lürrip trotzdem eine Art Heimspiel, da er in Gladbach geboren und später in Wegberg aufgewachsen ist. "Ich bin nur noch selten in der alten Heimat, insofern ist es sehr schön, wenn ich hier starten kann", sagte der Blondschopf.

Zudem gefalle ihm die Strecke des 1,8 Kilometer langen Rundkurses in Lürrip sehr gut. "Das ist ein sehr schneller Kurs mit einem richtigen Straßenrennen-Charakter", sagte Lütters, der von einem "sehr hektischen Rennen" sprach. Nach etwas mehr als der Hälfte der 72 zu fahrenden Kilometer formierte sich mit ihm, Weifenbach und Bertling, die dreiköpfige Spitzengruppe, die ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 30 Sekunden ausbauen konnte. "Wenn man vorne zu zweit ist, hat man schon einen psychologischen Vorteil. Wir wollten dann möglichst lange mit einer Attacke warten. Unser Plan ist aufgegangen", sagte Lütters.

Während das Finale im Hauptrennen des Tages eher unspektakulär verlief, kam es bei der C-Klasse im Zielsprint zu einem schweren Sturz, in den mehrere Fahrer verwickelt waren. Zwei von ihnen mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Unbeschadet kam Thomas Krawczyk aus Hombruch ins Ziel, der das Rennen vor Marten Meschkat und Thomas Radermacher gewann. Mike Haufe vom Veranstalter Möwe wurde als 14. gewertet. "So ein Sturz sieht bei dem hohen Tempo immer übel aus. Glücklicherweise konnte einer der beiden Fahrer das Krankenhaus schon am Nachmittag wieder verlassen", sagte Möwe-Vorsitzender Achim Hintzen.

FOTO: Theo Titz

Bis auf den Zwischenfall konnte der Ausrichter ein positives Fazit ziehen. Das Wetter spielte mit, und die Resonanz war sowohl am Straßenrand als auch unter den Aktiven sehr zufriedenstellend. Insgesamt 312 Fahrer meldeten für einen der sechs Wettbewerbe - vom Kinderrennen "Fette Reifen" bis zu den Senioren. Dass Lürrip Teil des Volksbank Cycling Cup mit insgesamt vier Veranstaltungsorten ist, macht sich auch bei den Teilnehmerzahlen positiv bemerkbar.

So gab es bei der 66. Auflage auch mal wieder ein Frauenrennen, das allerdings in den Wettkampf der U 19-Junioren integriert war. "Natürlich fahren wir lieber unser eigenes Rennen. So war es ein wenig chaotischer, dafür aber auch mehr Tempo drin", sagte die Siegerin Alina Lange. Die 18-Jährige vom Verein Cölner Straßenfahrer setzte sich im Zielsprint vor Simona Janke und Christina Koep (beide Kogaladies Racing Team) durch. "Ich bin das erste Mal auf dieser Strecke gefahren. Obwohl es in Lürrip ein kurzer Kurs ist, hat er lange Geraden. Mir gefällt er jedenfalls", sagte Lange.

Quelle: RP
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