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Lokalsport
Freude auf Heimpremiere - ohne 0:8 im Kopf

Frauenfussball. Nach der deutlichen Auftaktniederlage in der Frauen-Bundesliga absolviert Borussia morgen ihr erstes Heimspiel gegen den SC Sand. Von Thomas Grulke

Morgen um kurz vor 11 Uhr werden Borussias Frauen nochmals mit der Zweiten Bundesliga konfrontiert. Denn vor dem Anpfiff ihres ersten Heimspiels in der Bundesliga wird Mittelfeldspielerin Nadja Pfeiffer für ihre 16 Vorjahrestreffer als Torschützenkönigin der vergangenen Zweitligasaison geehrt. Danach gilt es für den Aufsteiger jedoch, im ersten Heimspiel gegen den SC Sand im Oberhaus des deutschen Frauenfußballs anzukommen. Zum Auftakt beim 0:8 in Frankfurt war das dem Liga-Debütanten am vorigen Sonntag noch nicht so recht gelungen.

"Natürlich waren die Spielerinnen frustriert und niedergeschlagen. Aber wir haben die Niederlage analysiert und wollen nun positiv an die nächste Aufgabe herangehen", sagt Cheftrainer René Krienen. Im Gespann mit Trainer Mike Schmalenberg versuchte er einerseits die Fehler des ersten Spiels aufzuarbeiten und andererseits die Vorfreude auf das erste Bundesliga-Heimspiel in der Geschichte der Frauen-Abteilung zu bewahren. "Es ist ja die große Kunst, mit solchen Niederlagen richtig umzugehen. Inhaltlich haben wir uns natürlich zu Beginn der Trainingswoche mit dem Frankfurt-Spiel noch beschäftigt, es dann aber auch abgehakt. Es soll sich da nichts in den Köpfen festsetzen. Wir wollen nicht grübelnd, sondern mit einer positiven Grundstimmung in das erste Heimspiel gehen", sagt Krienen.

Dass die Aufgabe gegen den SC Sand nicht minder schwer wird, auch wenn der Gegner nicht den klingenden Namen des siebenmaligen Meisters 1. FFC Frankfurt hat, darüber sind sich Trainerteam und Mannschaft im Klaren. "Dass Sand am ersten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg 0:0 gespielt hat, sagt eigentlich schon alles über die Ausgangslage aus", sagt Krienen. Der SC Sand, Aufsteiger 2014 und Pokalfinalist des Vorjahres, hat sich im Oberhaus etabliert. Borussias Ziel ist der Klassenverbleib. Dazu muss das Team künftig aber deutlich weniger Fehler machen als beim 0:8 zum Auftakt.

In Frankfurt wollte Gladbach mutig auftreten und nach vorne spielen, doch der erfahrene Gegner nutzte gleich jede Unachtsamkeit eiskalt aus. "Wir werden gegen Sand taktisch wohl etwas anders agieren. Die ersten 15 Minuten können schon ausschlaggebend sein. Für uns wird es darauf ankommen, dass wir diesmal möglichst schnell in die Partie finden und Sicherheit gewinnen", sagt Krienen. Die Personallage hat sich gegenüber der Vorwoche für das Trainerteam indes nicht geändert. Die verletzten Barbara Müller, Liv Aerts und Michelle Herrmann stehen auch bei der Heimpremiere nicht zur Verfügung.

Eintritt In der Bundesliga werden Borussias Fans erstmals bei einem Frauenspiel zur Kasse gebeten. Eine Karte im Rheydter Grenzlandstadion kostet acht Euro (ermäßigt vier Euro). Vereinsmitglieder haben allerdings weiter freien Eintritt.

Quelle: RP
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