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Lokalsport
Fußballklubs jubeln über Gruppeneinteilungen

Fussball. Die Einteilung der Landes- und Bezirksliga sorgt ob kurzer Wege und alter Bekannter überall für strahlende Gesichter. Von Kurt Theuerzeit

Bei den Fußballern ist das Wort "Weihnachtsmann" inhaltlich nicht zwingend positiv besetzt. Doch mit Blick auf Thomas Klingen, Mitglied des Fußballausschusses des Fußballverbands Niederrhein, dürfte "Weihnachtsmann" von den Vertretern des Kreises Mönchengladbach-Viersen als Kompliment benutzt werden. Denn die Zufriedenheit über die Gruppeneinteilungen in Bezirks- und Landesliga ist bei den Klubs groß. Und Klingen hat eben an genau diesen Entscheidungen mitgewirkt.

Er stellt aber klar: "Solche Verfahren gehen mal positiv oder negativ für den einen oder anderen Kreis aus. Mönchengladbach-Viersen ist wohl gut weggekommen. Aber andere Kreise sind diesmal weniger zufrieden. Ich muss erwähnen, dass es nicht meine Entscheidung ist, sondern der Ausschuss als Ganzes entschieden hat."

Gewinner bei der Gruppeneinteilung ist in jedem Fall Landesligist VfL Jüchen-Garzweiler, der sich im Vorjahr in seiner Gruppe recht alleingelassen vorgekommen war. Trainer Sebastian Muyres ist jedenfalls begeistert: "Uns bleiben lange Fahrwege erspart, und wir haben mit dem FC und Odenkirchen endlich richtige Derbys. Auch ins Grenzland müssen wir nicht unbedingt mit dem Bus fahren. Wir verstehen das als Motivation und freuen uns sehr auf die Saison."

Muyres' Kegelbruder Mathias Komor, Sportlicher Leiter in Odenkirchen, sieht ebenfalls alle Wünsche erfüllt: "Das wird sicher für alle eine tolle Saison werden. Viele Spieler kennen sich und werden besonderen Ehrgeiz entwickeln." Sein Schwager Marcel Winkens, der den 1. FC Mönchengladbach als Trainer übernimmt, sagt: "Für unsere junge Truppe ist diese Gruppe genau richtig."

Beifall erhalten die Verbandsfunktionäre auch von den Bezirksligisten. "Wir sind mit dem Grenzland zusammen. Da gibt es gute Sportanlagen, wir treffen alte Bekannte mit Brüggen, Bracht und Dilkrath, die wir neu kennenlernen. Damit ist bei Spielern und Zuschauern Interesse geweckt", sagt Lürrips Fußballobmann Andreas Zimmermann.

Meers Trainer Erhan Kuralay glaubt, dass seine Mannschaft bei dieser Gruppenzusammensetzung bessere Chancen hat, die Klasse für ein weiteres Jahr zu halten: "Es sind abgesehen von den Titelaspiranten viele Mannschaften vorhanden, die auf Augenhöhe spielen. Ich glaube, dass Auf- und Abstieg in dieser Gruppe eine ganz offene Geschichte sind." Auch bei Aufsteiger Giesenkirchen herrscht große Zufriedenheit. "Unser Trainer Daniel Saleh kommt aus Schwalmtal, kennt Klubs und Spieler. Wir haben von unserer geografischen Lage her längere Anfahrtswege, aber das ist uns lieber, als in Richtung Neuss/Düsseldorf zu müssen", sagt Abteilungs-Vorsitzender Hoger Drewer.

Zuständig als Staffelleiter für die Bezirks- und Landesliga-Gruppe ist übrigens: Thomas Klingen.

Quelle: RP
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